
Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken
Die Arbeitslosigkeit ist im RSG-Land im Februar leicht gesunken. Demnach sind aktuell in unseren beiden Städten aktuell insgesamt gut 11.800 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind gut 240 weniger als noch im Januar. Der im Februar sonst typische Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in diesem Jahr ausgeblieben, sagt die Agentur für Arbeit. So sei die Arbeitslosigkeit im Bergischen Städtedreieck aktuell um rund ein Prozent geringer als im Vormonat, aber noch um 16,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Alle Zahlen im Detail für die einzelnen Städte findet ihr weiter unten auf dieser Seite.
„Der im Februar typische Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in diesem Jahr ausgeblieben. So ist die Arbeitslosigkeit im Bergischen Städtedreieck aktuell um rund ein Prozent geringer als im Vormonat, aber noch um 16,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Entgegen dem Landestrend ist der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken. Vergleichsweise hoch fällt hier der Rückgang im SGB III aus. In den Vorjahren war es wegen der Abschlussprüfungen saisonal üblich, dass sich die Zahl der jungen Arbeitslosen vorübergehend deutlich erhöht hat. In diesem Jahr beobachten wir erfreulicherweise nur einen geringen Anstieg von rund zwei Prozent im Vergleich zum Vor-monat. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist für einen Februar eher untypisch und die Arbeitsmarkt-situation ist immer noch deutlich kritischer als vor einem Jahr. Allerdings lässt der erhöhte Stellenzugang auf eine erste Frühjahrsbelebung hoffen“, so Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal zu den aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt.
Veröffentlicht:
Der Arbeitsmarkt in Remscheid
Entwicklung der Arbeitslosigkeit
Aktuell sind in Remscheid 4.849 Personen arbeitslos gemeldet, das sind zwei Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind dies 389 Personen (+8,7 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,5 Prozent (+0,6 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 685 Personen neu oder erneut arbeitslos, 682 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Entwicklung der Kurzarbeit
Angezeigte konjunkturelle Kurzarbeit:
Mit aktuellstem Datenstand sind im Februar 2021 im Agenturbezirk insgesamt 63 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit für 1.731 Personen eingegangen, das sind 40 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.
Im Zeitraum von April 2020 bis Februar 2021 haben in Remscheid insgesamt 1.569 Betriebe für 25.067 Personen Kurzarbeit angezeigt.
Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:
Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit (alle An-spruchsgrundlagen - s. Seite 3 unten *)Im August 2020 haben in Remscheid insgesamt 458 Betriebe für 5.020 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.
Der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit lag bei durchschnittlich 31,3 Prozent.
Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigung dar und betrug im August 10,8 Prozent.
Entwicklung der Stellenangebote
Im Februar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 179 neue Stellen gemeldet, das sind 46 (34,6 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 156 (-33,3 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 619 offene Stellen. Das sind 59 weniger als im Vormonat und 442 weniger als im Vorjahresmonat.
Jugendarbeitslosigkeit
Aktuell sind 423 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 9 Jugendliche (+2,2 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vor-jahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 27 Personen (-6,0 Prozent) gesunken.
Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.992 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 468 (+30,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 85,7 Prozent (1.707 Perso-nen) in der Grundsicherung betreut.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teil-nehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeits-lose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 6.225 Personen; das sind 4 Personen mehr als im Vormonat und 90 Menschen (+1,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr.
Der Arbeitsmarkt in Solingen
Entwicklung der Arbeitslosigkeit
Aktuell sind in Solingen 6.988 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 241 Personen oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind dies 869 Personen (+14,2 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 7,0 Prozent (+1,0 Prozentpunkte).
Im aktuellen Monat meldeten sich 868 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.115 Men-schen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Entwicklung der Kurzarbeit
Angezeigte konjunkturelle Kurzarbeit:
Mit aktuellstem Datenstand sind im Februar 2021 im Agenturbezirk insgesamt 119 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit für 1.450 Personen eingegangen, das sind 36 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.
Im Zeitraum von April 2020 bis Februar 2021 haben in Solingen insgesamt 2.265 Betriebe für 32.215 Personen Kurzarbeit angezeigt.
Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:
Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit (alle An-spruchsgrundlagen - s. Seite 3 unten *) im August 2020 zur Verfügung.
Im August 2020 haben in Solingen insgesamt 614 Betriebe für 5.617 Personen Kurzarbeiter-geld beantragt.
Der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit lag bei durchschnittlich 34,2 Prozent.
Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigung dar und betrug im August 10,6 Prozent.
Entwicklung der Stellenangebote
Im Februar 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 203 neue Stellen gemeldet, das sind 56 (+38,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 184 (-34,5 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 676 offene Stellen. Das sind 2 mehr als im Vormonat und 547 weniger als im Vorjahresmonat.
Jugendarbeitslosigkeit
Aktuell sind 785 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Ver-gleich zum Vormonat 27 Jugendliche (-3,3 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmo-nat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 46 Personen (+6,2 Prozent) gestiegen.
Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.871 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 755 (+35,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 84,4 Prozent (2.422 Perso-nen) in der Grundsicherung betreut.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teil-nehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeits-lose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.137 Personen. Das sind 285 Personen weniger als im Vormonat, und 496 Menschen (+5,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.