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Arztpraxen sollen mehr Impfstoff bekommen
© Guido Eul-Jordan / Stadt Remscheid
Aufgezogene Impfspritzen
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Arztpraxen sollen mehr Impfstoff bekommen

Die Hausarztpraxen im RSG-Land können bald auf mehr Impfstoff hoffen. Vermutlich werde bereits ab nächster Woche deutlich mehr als bisher geliefert, sagt die Remscheider Ärztin Dr. Bettina Stiel-Reifenrath. Sie ist zugleich die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Remscheid. Mittlerweile laufen die Impfungen in den meisten Arztpraxen sehr gut, sagt sie. Der Impfstart in den Arztpraxen im RSG-Land war ein bisschen chaotisch, sagt Dr. Stiel-Reifenrath. Die größten Probleme waren der knappe Impfstoff und die viele Bürokratie wegen der starren Impfreihenfolge. Einen Schuhkarton mit Impfstoff, mit dem kaum jemand geimpft werden darf, zu verwalten, mache keinen Spaß. Vor allem, weil die Praxen so viel mehr leisten könnten. Gerade zum Impfstart hätte die Politik vieles geschickter machen können, findet Dr. Stiel-Reifenrath. Die starre Impfreihenfolge und der Mangel an Impfdosen seien sehr frustrierend gewesen. Menschen abzuweisen, die sich unbedingt impfen lassen möchten, sei nicht schön. Gerade in den ersten Tagen seien die Praxen im RSG-Land mit Anrufen und Mails überrannt worden - die Nachfrage nach Impfungen sei unfassbar groß, viel Überzeugungsarbeit müsse man gar nicht leisten. Dass nun bald mehr Impfstoff geliefert werden soll, sei ein großartiges positives Signal, das viele in der Pandemie dringend brauchen. Jetzt müsse nur noch die Impfreihenfolge flexibler werden, aber auch das werde wohl passieren.

Veröffentlicht: Freitag, 23.04.2021 12:58

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