
Aufarbeitung des Hochwassers dauert an
Welche Lehren können aus dem Hochwasser von vor 4 Wochen in Remscheid und Solingen gezogen werden? Darüber wird aktuell in beiden Städten beraten. In Solingen läuft weiterhin die Aufarbeitung dessen, was in der Nacht zum 15. Juli passiert ist. Aktuell kann man noch keine langfristigen Konsequenzen aus den Geschehnissen ziehen. Zunächst sei es wichtig, alles gründlich aufzuarbeiten, heißt es von der Stadt Solingen. Man kann aber bereits jetzt festhalten, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen, wie der Technischen Betriebe, der Polizei, Feuerwehr und den Technischen Hilfswerken gut funktioniert hat. Auch das Sirenen-Netz sei auf einem guten Stand. In anderen Städten in NRW wurden nach dem Hochwasser unter anderem Risiko und Überflutungskarten erstellt - auch diese gibt es in Solingen bereits, sie kamen bei der Katastrophe vor vier Wochen auch zum Einsatz.
Konkreter sind die Pläne in Hilden: dort soll bereits Ende Oktober ein neues Handlungskonzept für Starkregen vorgestellt werden. Parallel sollen die restlichen Warnsirenen in der Stadt bis zum späten Herbst modernisiert sein. Auch die Stadt Velbert arbeitet an einem neuen Hochwasserkonzept. Auch in Remscheid liegen bereits neue Konzepte und Verbesserungsvorschläge auf dem Tisch: die Feuerwehr schlägt vor bis zu 15 neue Sirenen zu installieren. Auch neue Ausrüstung soll beschafft werden, im Gespräch ist etwa ein Hochwasserboot.
Am 14. Juli laufen in Wuppertal und Solingen viele Keller voll mit Wasser. Straßen werden überschwemmt. Die Wupper, die normalerweise in einem tiefen Bett durch die Stadt läuft, tritt an mehreren Stellen über die Ufer. Die Nacht zum 15. Juli können etwa 600 Menschen in Solingen nicht in ihren Häusern verbringen: der Stadtteil Unterburg wird wegen des Hochwassers komplett gesperrt. Am 15. Juli evakuiert die Stadt am frühen Morgen mehrere Häuser und ein Tierheim wegen des Hochwassers.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.08.2021 04:35