
Auto-Raser durch Video überführt
Ein halbes Jahr nach einem illegalen Rennen in Düsseldorf konnten jetzt die mutmaßliche Raser identifiziert werden: darunter ein 23-jähriger Solinger.
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Zum Verhängnis wurde dem Mann unter anderem ein Selfie-Video, das er während der Fahrt gemacht hat. Mit knapp 300 km/h sollen sich drei junge Männer, darunter der Solinger, im März ein Autorennen auf der A46 geliefert haben. Die Raser filmten sich selbst und stellten ihre Videos ins Internet. Jetzt, sechs Monate später, wurden ihnen die Videos zum Verhängnis. Die drei Männer habe mittlerweile Besuch von der Polizei bekommen. Unter anderem wurden ihre Fahrzeuge und Führerscheine sichergestellt. Den drei Männern wird vorgeworfen sich auf der A46 ein illegales Rennen über alle drei Fahrspuren geliefert zu haben - auch durch den Düsseldorfer Tunnel unter dem Uni-Gelände.
Die Polizei sicherte Aufnahmen aus Verkehrsüberwachungskameras im Tunnel, ein Zeuge konnte außerdem umfangreiche Angaben zu den drei Männern und ihren Fahrzeugen machen. Bei der Razzia am Dienstag wurden nun zwei der drei beteiligten Sportwagen, ein Audi R8 und ein Mercedes AMG, sowie Datenträger beschlagnahmt. Die teuren Wagen hätten die Verdächtigen entweder selbst oder von den Eltern finanziert bekommen. Ermittelt wird auch gegen zwei mutmaßliche Unterstützer aus Siegburg und Köln. Für die Teilnahme an einem illegalen Rennen drohen den Hauptbeschuldigten nun eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft. Sollte ihnen eine konkrete Gefährdung Dritter nachgewiesen werden, wäre dies ein besonders schwerer Fall, für den bis zu fünf Jahre Haft verhängt werden können. Der Tempoverstoß mit 305 km/h ist nach Angaben der Düsseldorfer Autobahnpolizei in der Region mit einem Netz von 700 Autobahnkilometern rekordverdächtig.