
Bergische IHK kritisiert Entscheidung gegen neues Gewerbe
Die Bergische IHK kritisiert jetzt scharf die Entscheidung der Solinger Ratsmehrheit keine neuen Gewerbeflächen zu schaffen.
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IHK-Chef Henner Pasch sei "persönlich enttäuscht" von Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der die knappe Entscheidung mitgetragen habe. Ausgewiesene Reserve-Gewerbeflächen wie am Schrodtberg oder am Piepersberg nicht zu entwickeln, schade massiv dem Wirtschaftsstandort Solingen. Laut der Bezirksregierung gebe es bereits ein Gewerbeflächen-Defizit von 30 Prozent und viele Unternehmen würden bereits überlegen abzuwandern, wenn sie keine Ausweitungsnöglichkeiten bekommen. Mit der Entscheidung habe der Rat außerdem ihren eigenen "Masterplan Arbeit und Wirtschaft" ignoriert. Der Plan würde aber auch zeigen, dass wegen des Strukturwandels in der Wirtschaft eher innerstädtische Flächenangebote gebraucht werden, da vor allem Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich als Wachstumsmärkte gelten, sagten zuletzt die Grünen. Neues Gewerbe quasi auf der "grünen Wiese" lehnen sie ab, es sollten bestehende Industrie-Brachflächen genutzt werden. Keine neuen Flächen zu schaffen habe der Zukunftsfähigkeit von Solingen jedoch massiv geschädigt, so Pasch. Er hofft darauf, dass die Entscheidung nach der Kommunalwahl wieder rückgängig gemacht wird. (ns)