
BHC verliert Löwenduell
Der Bergische HC hatte in der Handball-Bundesliga leider wieder kein Glück: er unterlag mit 26:28 den Rhein-Neckar Löwen. BHC-Trainer Sebastian Hinze sprach nach dem Spiel von einem „harten Fight“. Trotz der Niederlage sei die Leistung der Mannschaft gut gewesen und man könne viel Positives aus dem Spiel mitnehmen. Gespielt wurde im Düsseldorfer ISS Dome vor 1.000 Zuschauern. Mehr Stimmen zum Spiel gibt es hier im BHC-Podcast.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.06.2021 03:53
Reaktionen zum Spiel
Klaus Gärtner: „Wir wussten, was auf uns zukommt, dass es eine temporeiche Partie wird und unsere Angriff-Abwehr-Wechsel attackiert werden. Über viele Phasen haben wir es gut verteidigt bekommen. Insgesamt überragend war Uwe Gensheimer, der zwölf von zwölf Würfen trifft. Und in der Abwehr fand ich uns auch gut. Der entscheidende Wechsel war der zu Andreas Palicka im Tor, der uns dann noch mal ein paar ganz wichtige Paraden gebracht hat. Dann haben wir es über eine kämpferische Leistung am Ende verdient gewonnen.“
Sebastian Hinze: „Es war ein harter Fight. Es war das Spiel, das wir haben wollten. Wir haben etwas gebraucht, um in die Abwehr zu kommen. Ab der 15. Minute verteidigen wir sehr, sehr gut, haben dann auch Ballgewinne und gehen ins Tempospiel. Es ist schade, dass wir nicht mit einer Führung in die Pause gehen, aber trotzdem konnten wir ein gutes Gefühl haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir schon ein paar mehr Probleme im Angriffsspiel, haben die Rückraum-Würfe zwar in guten Situationen, aber nicht mehr mit ganz so gutem Timing und Druck. Die Phase, in der wir in Überzahl sind und von rechtsaußen scheitern und einen technischen Fehler machen, ist die, in der wir zurückkommen können. Im letzten Moment haben wir noch mal das Momentum durch eine 5:1-Abwehr, die die Jungs überragend spielen. Leider nutzen wir es nicht in den letzten zwei, drei Angriffen, um noch einen Punkt mitzunehmen. Insgesamt war es ein großer Schritt nach vorne, wir haben uns ans System gehalten, haben gesehen, dass unsere Abwehr funktioniert - auch gegen eine so starke Achse wie Kohlbacher/Schmid. Wir können viel Positives mitnehmen, aber natürlich hätten wir lieber auch was Zählbares gehabt.“
Jörg Föste: „Es war ein großes Kämpferherz von unserer Truppe, die über 60 Minuten konsequent verteidigt und über weite Strecken auch vorne sehr gut gespielt hat. Man merkte, dass unsere Mannschaft sehr viel Ehrgeiz in dieses Spiel gesteckt hat. Es war eine klasse Deckungsarbeit nicht nur in der ersten Halbzeit, sondern auch nach dem Wechsel, als wir auf 5:1 umgestellt haben und viele Ballgewinne hatten. Unter dem Strich tun mir die Jungs leid, dass sie für den unbändigen Kampfgeist nicht belohnt worden sind. Die Zuschauer waren der Rückhalt, den wir uns gewünscht hatten, den wir herbeigesehnt hatten, und, auf den wir so lange verzichten mussten. Heute hat man gemerkt, was es bedeutet.“
Zahlen zum Spiel
Bergischer HC – Rhein-Neckar Löwen 26:28 (13:14)
Bergischer HC: Mrkva, Rudeck - Boomhouwer (1/1), Damm (2), Gutbrod (8), Stutzke (1), Weck, Arnesson (2), Babak (1), Szücs (1), Darj (7), Nikolaisen, Bergner, Schmidt (1), Nippes (2), Uscins. Trainer: Sebastian Hinze
Rhein-Neckar Löwen: Späth, Palicka – Schmid (4), Gensheimer (12/4), Veigel, Kirkelokke (1), Lagarde (1), Patrail, Abutovic, Lagergren (2), Groetzki, Gislason, Nielsen, Nilsson (5), Kohlbacher (3). Trainer: Klaus Gärtner
Schiedsrichter: Nils Blümel und Jörg
Siebenmeter: 1/2 - 4/4
Zeitstrafe: 1 - 4 (Szücs – Kohlbacher, Schmid, Gislason, Patrail, Lagergren)
Spielverlauf: 2:1 (5.), 5:5 (10.), 5:7 (15.), 9:9 (20.), 12:10 (25.), 13:14 (30.), 15:17 (35.), 18:20 (40.), 19:24 (45.), 22:24 (50.), 23:26 (55.), 26:28 (60.)