Corona-Fälle in Solingen: Erste Ergebnisse der Reihentests

Nachdem bei zwei Schülern aus Solingen eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden war, wurden bereits 135 Menschen aus dem Umfeld der beiden getestet. Allerdings liegt erst ein Teil der Ergebnisse schon vor.

"Bisher wurden keine neuen Infektion festgestellt", das ist die positive Zwischennachricht nach den angelaufenen Reihentests in Solingen. Allerdings: von rund 190 möglichen Kontaktpersonen liegen bislang erst knapp 50 Testergebnisse vor.

Wie die Stadt Solingen am Freitag bekannt gegeben hatte, wurde bei vier Mitgliedern einer Solinger Familie eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Ein Kind der Familie besucht die 2. Klasse der Grundschule Klauberg, ein anderes ebenfalls infiziertes Kind geht auf eine weiterführende Schule. Im Falle der Grundschule wurden die rund hundert Mitschülerinnen und Mitschüler der zweiten Jahrgangsstufe sowie die Lehrer aufgerufen, sich testen zu lassen. An der betroffenen weiterführenden Schule kamen wegen der anderen Unterrichtsorganisation nur rund 15 Mitschüler in Frage.

Wie das Gesundheitsamt der Stadt Solingen heute bekannt gab, wurde im Zusammenhang mit den beiden infizierten Schülern insgesamt 186 Personen ein Testangebot gemacht. 135 davon haben sich am Freitag und Samstag bereits testen lassen. Nur enge Kontakte würden verpflichtend getestet, bei allen anderen handele es sich um ein freiwilliges Angebot. Bis zum Sonntagnachmittag lagen dem Gesundheitsamt 47 Testergebnisse vor. Diese Tests hatten alle einen negativen Befund haben, das heißt es wurden hier keine weiteren Infektionen festgestellt.

Allerdings: Am Dienstag nach Pfingsten soll es noch ein weiteres Testangebot in der Infektionsambulanz im Krankenhaus Bethanien geben. Daher sei ein abschließendes Ergebnis nicht vor Mitte nächster Woche zu erwarten. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Annette Heibges, erklärt dazu: "Sobald Testergebnisse vorliegen, werden die Betroffenen informiert. Wir bitten aber um Verständnis, dass die Labore wegen des langen Pfingstwochenendes nur eingeschränkt arbeiten und die Ergebnisse nur sukzessive den Stadtdienst Gesundheit erreichen."

Heibges ist für den Moment aber optimistisch: "Nach jetzigem Stand können die Schulen am Mittwoch ganz normal öffnen, Geschwisterkinder können in den umliegenden Kindertagesstätten betreut werden." Alle engen Kontaktpersonen der betroffenen Familie seien vom Gesundheit erfasst, informiert, gegebenfalls getestet und wenn erforderlich, eine Quarantäne ausgesprochen worden. Weitere Kontakte zu Gemeinschaftseinrichtunge habe es nicht gegeben.

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