Corona-Regeln: Das gilt jetzt im RSG-Land

Seit 1. Oktober gilt eine aktualisierte Fassung der Corona-Schutzverordnung für NRW. Wir haben die wichtigsten Änderungen für euch zusammengefasst.

  • Keine Maskenpflicht im Freien mehr: Seit 1. Oktober müsst ihr draußen in Warteschlangen und an Verkaufsständen und auch bei Veranstaltungen im Freien keine Maske mehr tragen - das Land empfiehlt aber, das weiterhin freiwillig zu tun, insbesondere in Situationen, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen nicht eingehalten werden kann.
  • Schnelltest statt PCR-Test: Überall dort, wo nicht immunisierte Personen zuletzt einen PCR-Test brauchten, z.B. für den Disco-Besuch oder für Chorproben ohne Maske, reicht ab 1. Oktober auch ein negativer Schnelltest, der allerdings höchstens sechs Stunden alt sein darf.
  • Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen: Im Fußballstadion oder bei sonstigen Großveranstaltungen dürfen wieder mehr Zuschauer rein. Unter freiem Himmel dürfen jetzt alle Sitzplätze wieder voll belegt werden. Wohl gemerkt nur die Sitzplätze, nicht die Stehplätze. Stehplätze dürfen nur zur Hälfte belegt werden,
  • Kein Mindestabstand im Restaurant: In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich, werden vom Land aber weiterhin empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.
  • Tests für Kinder in den Herbstferien: Kinder ab Schuleintritt und Jugendliche müssen in den Herbstferien (11. bis 24. Oktober) zu einer Teststelle, wenn sie für bestimmte Angebote einen Testnachweis benötigen. Die Tests bleiben für Kinder aber weiterhin kostenlos.

Die Neufassung der Schutzverordnung des Landes wurde am am 1. Oktober verlängert und gilt jetzt vorerst bis 29. Oktober.

3G: Geimpft – genesen – getestet

Wenn wir im Folgenden von „3G“ sprechen, sind damit immer immunisierte oder negativ getestete Menschen gemeint. Als immunisiert gilt, wer vollständig gegen Corona geimpft ist oder über einen gültigen Genesenen-Nachweis (nach überstandener, PCR-bestätigter Coronainfektion) verfügt. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss in bestimmten Bereichen einen negativen Test vorlegen.

Das kann ein Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test sein, die jeweils höchstens 48 Stunden zurückliegen. Neu: Für Diskotheken, private Feiern darf der Antigen-Schnelltest maximal 6 Stunden alt sein. Die so genannten Bürgertests sind derzeit ja auch noch kostenlos.

Kinder, die noch nicht in der Schule sind, brauchen keinen Test oder sonstigen Nachweis. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Testnachweis durch "eine Bescheinigung der Schule" ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters und der regelmäßigen Schultestungen automatisch als getestete Personen und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis noch eine Schulbescheinigung. Neu: Das gilt nicht in den Herbstferien.

Wo gilt die 3G-Regel?

Unabhängig von der Inzidenz gilt die 3G-Regel grundsätzlich in NRW in allen

  • Krankenhäusern,
  • Alten- und Pflegeheimen,
  • Flüchtlings-Sammelunterkünften und
  • besonderen Einrichtungen der Eingliederungs- und Sozialhilfe.

Ein 3G-Nachweis ist außerdem erforderlich für:

  • Sport und Wellnessangebote in Innenräumen,
  • Innengastronomie, außer bei reiner Abholung
  • Friseur, Kosmetik und ähnliche körpernahe Dienstleistungen,
  • Veranstaltungen und Events (z.B. Sport-/Kultur-/Freizeit-Angebote), Messen und Kongressen in Innenräumen,
  • Großveranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Teilnehmern und Besuchern,
  • Hotels, Pensionen und ähnliche Beherbergungsbetriebe (alle vier Tage neu),
  • bei touristischen Busreisen und Ferienfahrten.

Dies betrifft auch die Beschäftigten in den genannten Bereichen. Sie können sich, falls benötigt, auch am Arbeitsplatz testen lassen. Arbeitgeber sind weiterhin verpflichtet, zweimal wöchentlich eine Testmöglichkeit anzubieten.

Eine Sonderregelung gilt für:

  • Clubs, Diskotheken und ähnliche Tanzveranstaltungen,
  • private Feiern mit Tanz,
  • Bordelle, Swingerclubs und sexuelle Dienstleistungen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht hier einen PCR-Test oder einen maximal sechs Stunden alten, negativen Antigen-Schnelltest.

Die 3G-Regel gilt nicht beim normalen Besuch (keine Veranstaltung) von Museen, Bibliotheken, Zoo/Tierparks sowie bei der Teilnahme an Wahlen, Gerichtsverhandlungen, Impfangeboten oder Blutspendeterminen.

Was ist mit der Maskenpflicht?

Eine medizinische Maske (OP-Maske) muss weiterhin getragen werden in:

  • Bus, Bahn, Taxi, Schiff, Flugzeug usw.,
  • Geschäften und allen sonstigen Innenräumen mit Publikums-/Kundenverkehr,
  • bei Indoor-Veranstaltungen und Versammlungen (außer am festen Sitzplatz, wenn der Mindestabstand eingehalten wird oder alle immunisiert oder getestet sind),
  • Schulgebäuden.

Beschäftigte von Läden oder anderen Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen unter Umständen keine Maske tragen, wenn sie durch andere Glas-/Plexiglas-Scheiben o.ä. geschützt sind. Für sie gelten aber natürlich Arbeits- und Hygieneschutzregeln. Arbeiten mehrere Beschäftigte zusammen, müssen sie auch untereinander (Maske, Abstand o.ä.) geschützt sein.

Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Schulkinder unter 13 Jahren können alternativ auch eine Alltagsmaske tragen, wenn keine OP-Maske passt.

Was müssen Urlaubsrückkehrer beachten?

Wer mindestens fünf Werktage hintereinander wegen Urlaub o.ä. nicht am Arbeitsplatz war und nicht immunisiert ist, muss dem Arbeitgeber bei Rückkehr einen negativen Testnachweis vorlegen.


Was gilt nicht mehr?

Einige der im Sommer noch geltenden Vorgaben sind seit Mitte August weggefallen:

  • Kundenbegrenzung in Geschäften (Kunde pro qm)
  • Kontakterfassung von Kunden, Besuchern etc.
  • Maskenpflicht an sonstigen „Einrichtungen“ des ÖPNV (Haltestellen)
  • Kontaktregeln für Treffen draußen
  • Personenbegrenzung für private Feiern.

Wie lange gilt das?

Die neue Corona-Schutzverordnung trat am 20. August in Kraft, wurde seitdem mehrfach in Details aktualisiert und gilt aktuell vorerst bis zum 29. Oktober 2021.

Im Wortlaut: Die vollständige Verordnung

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