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DGB fordert Ausbildungsfonds für NRW
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DGB fordert Ausbildungsfonds für NRW

In NRW finden viele junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Die Zahl der Betriebe, die ausbilden geht zurück. Der DGB will das mit einem Ausbildungsfonds ändern: Unternehmen sollen einzahlen, Ausbildungsbetriebe bekämen dann Geld zurück.

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Das Interview mit Thorben Albrecht

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José Narciandi
Interview mit Thorben Albrecht, DGB NRW
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Im Gespräch mit José Narciandi, Leiter der Landespolitik der NRW-Lokalradios, erläutert der DGB NRW-Vorsitzende Thorben Albrecht seine Forderung nach einem Ausbildungsfonds.

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DGB will mehr Ausbildungsplätze schaffen

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen fordert die Landesregierung auf, einen „Zukunftsfonds Ausbildung“ einzurichten. Ziel ist es, mehr Betriebe zur Ausbildung zu bewegen und jungen Menschen bessere Chancen auf einen Berufsabschluss zu ermöglichen.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt sei angespannt, heißt es von den Gewerkschaftern. Nach Angaben des DGB bleibt in NRW mehr als jeder fünfte junge Mensch zwischen 20 und 34 Jahren dauerhaft ohne Berufsabschluss. Außerdem ist die Zahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen Jahren zurückgegangen, während mehr Menschen eine Lehrstelle suchen.

DGB-Landeschef Thorben Albrecht sieht im Interview mit uns vor allem bei kleineren Unternehmen Handlungsbedarf.

„Gerade kleine Unternehmen bilden immer weniger aus, und für die wäre ein Betrag von 5.000 Euro im Jahr pro Azubi wirklich ein starker Anreiz zu sagen: Nein, wir bleiben bei unseren Azubis und wir werden auch in Zukunft eher noch mal wieder mehr ausbilden.“

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So soll der Ausbildungsfonds funktionieren

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Nach dem Konzept sollen Unternehmen grundsätzlich 0,5 Prozent der Bruttolöhne und -gehälter ihrer Beschäftigten in den Fonds einzahlen. Bei einer Bruttolohnsumme von 200.000 Euro wären das 1.000 Euro. Betriebe, die ausbilden, sollen im Gegenzug 5.000 Euro pro Auszubildendem und Jahr erhalten.

Ausgenommen wären Branchen, die bereits eine Ausbildungsumlage haben, etwa das Bauhauptgewerbe und die Pflege. Auch Branchen, in denen überwiegend schulisch ausgebildet wird, sollen nicht einzahlen müssen.

Das Konzept hat der Arbeitsmarktforscher Prof. Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen ausgearbeitet. Nach den Berechnungen im Auftrag des DGB könnten jährlich knapp 1,4 Milliarden Euro zusammenkommen. Der größte Teil davon wäre für die Zuschüsse an Ausbildungsbetriebe vorgesehen.

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Arbeitgeberverbände lehnen den Vorschlag ab

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Der DGB setzt darauf, dass sich Ausbildung für Unternehmen finanziell stärker lohnt. Betriebe, die keine eigenen Nachwuchskräfte ausbilden, aber später Fachkräfte einstellen, sollen sich ebenfalls an den Kosten beteiligen.

Albrecht sieht darin einen Anreiz, die Ausbildung nicht anderen Unternehmen zu überlassen. Zugleich räumt er ein, dass der Fonds allein nicht alle Probleme lösen kann.

„Es löst das Problem nicht komplett, und natürlich wird es auch in Zukunft darauf ankommen, dass wir unsere Schulen besser ausstatten, dass wirklich auch alle jungen Menschen in der Schule eine ordentliche Bildung bekommen und dann auch ausbildungsfähig sind.“

Die Arbeitgeberverbände in NRW lehnen den Vorschlag ab. Aus ihrer Sicht löst ein Fonds weder Probleme bei der Ausbildungsreife von Bewerberinnen und Bewerbern noch Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsstellen. Nötig sei unter anderem eine bessere Vorbereitung in der Schule.

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SPD unterstützt die Forderung

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Unterstützung bekommt der DGB von der SPD-Landtagsfraktion in NRW. Die Sozialdemokraten sehen insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe mögliche Vorteile.

Bislang handelt es sich allerdings um eine Forderung der Gewerkschaften. Ob ein Ausbildungsfonds kommt, hängt vor allem von der politischen Debatte und Entscheidungen im Landtag ab.

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