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Die Lollitests an den Schulen kommen: So funktionieren sie
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Die Lollitests an den Schulen kommen: So funktionieren sie

Alle Grund- und Förderschüler im RSG-Land, die im Wechselunterricht oder der Notbetreuung sind, werden jetzt zweimal die Woche per Laborbefund getestet. Denn: Die Lollitests sind keine Schnelltests.

Veröffentlicht: Samstag, 08.05.2021 17:17

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So läuft es mit den Lollitests ab

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Die Proben der Lollitests, die ab Montag (10. Mai) in an allen Grund- und Förderschulen in NRW durchgeführt werden, werden morgens zum Schulbeginn schnell entnommen und dann per Kurier ins Labor geschickt. Für 735.000 Kinder im ganzen Land - zweimal in der Woche. Der Vorteil: Die Tests sind nicht unangenehm für die Kinder, der Ablauf sogar sehr simpel und Ergebnisse um ein Vielfaches genauer und sicherer als die normalen Schnelltests. Denn bei den Lollitests, die schon an vielen Kitas im RSG-Land zum Einsatz kommen, handelt es sich um PCR-Tests.

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Es muss nichts durch die Nase oder den Mund bis zur Rachenwand durchgeschoben werden - die Schüler müssen an einem Stäbchen lutschen und sich dabei quasi selbst eine Speichelprobe entnehmen. Die Abstriche einer gesamten Klasse bzw.Lerngruppe kommen in einen Behälter, der wird von einem Kurier zum nächsten Labor gefahren, dort über Nacht ausgewertet und dann weiß man, ob mindestens eine der Proben positiv ist. Wie der Lollitest abläuft, sehen Eltern und Kinder in diesem Erklärvideo, das im Auftrag des NRW-Schulministeriums erstellt wurde.

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Lollitest: Wer positiv ist, ist nicht bekannt - vorerst

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In der so genannten Pooltestung wird sozusagen anonym sammelgetestet. Das geht schneller und ist günstiger als einzelne PCR-Tests. Das Testergebnis muss immer bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr bei der Schulleitung vorliegen. Sollte es eine Positiv-Testung geben, müssen alle Kinder dieser Lerngruppe erstmal kontaktiert werden und zu Hause bleiben. Sie müssen dann zu Hause einen weiteren Lollitest machen. Diese Probe muss bis 9 Uhr am selben Tag noch bei der Schule abgegeben werden und wird so ausgewertet, dass man genau weiß, welches Kind infiziert ist und länger in Quarantäne muss. Die anderen Kinder dürfen dann weiter in den Präsenzunterricht. 

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Lollitest: Der organisatorische Aufwand

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Viele Grundschulen im RSG-Land müssen durch die Einführung der Lollitests ihren Rhythmus von Präsenz- und Distanzunterricht anpassen. Zwangsläufig muss es so organisiert sein, dass auf einen Präsenztag immer ein Distanztag folgt, damit diese Pooltestungen von der Logik her funktionieren. Eine Grundschulen im RSG-Land hatten zuletzt im Wechselunterricht auch mal zwei Präsenztage hintereinander - hier muss jetzt umgestellt werden. Die Kommunikationswege sind ebenfalls eine große Herausforderung. Wie soll zum Beispiel die Schulleitung alle betroffenen Eltern innerhalb weniger Stunden erreichen und informieren - private Dienste wie "WhatsApp" dürfen die Schulen dafür nicht verwenden. Daher wird im Moment im Hintergrund noch viel hin- und her organisiert.

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