
Düstere Aussichten für Metall- und Elektro-Branche
Die Metall- und Elektroindustrie im Bergischen schaut mit Sorge in die Zukunft. Laut einer Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes Solingen und Wuppertal verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage bei den Unternehmen immer mehr.
Veröffentlicht: Freitag, 10.01.2020 17:57
"Selten waren die Prognosen so düster wie aktuell für 2020", sagt der Vorsitzende des Arbeitegeberverbandes Solingen, Horst Gabriel. Der wirtschaftliche Aufschwung sei vollends zum Erliegen gekommen. Etwa 45 Prozent der Betriebe klagen über eine aktuell schlechte Geschäftslage. Für das nächste halbe Jahr wird auch nicht mit einer Verbesserung gerechnet. Der Grund sei vor allem eine schlechte Auftragslage - bedingt auch durch Handelsstreitigkeiten mit den USA und China. Auch der noch schwelende Brexit und der Konflikt im Nahen Osten bereitet den Unternehmen Sorgen.
„Es kommt für unsere Unternehmen gerade viel zusammen“, meint Gabriel. Die Aufträge vor allem aus dem Ausland, aber auch im Inland würden weniger und dementsprechend gingen auch die Erträge zurück. Gleichzeitig sei man mit den Herausforderungen der Digitalisierung und der Elektromobilität konfrontiert. Viele Unternehmen seien außerdem mit den Tarifabschlüssen der letzten Jahre überfordert. All das trübe den Blick in die Zukunft.
Bei der Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes gaben etwa 40% der Betriebe an, dass sie voraussichtlich zu einem Personalabbau gezwungen sein werden. Die Hälfte könne ihren Personalbestand halten. Nur wenige haben Neueinstellungen geplant. Einige Unternehmen rechnen bereits damit, Kurzarbeit einführen zu müssen.