
Entscheidung zu umstrittener Pipeline könnte kommen
Heute könnte entschieden werden, ob die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline, die auch durch unsere Region führt, in Betrieb genommen werden darf. Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster findet der planmäßig letzte Termin statt. Anwohner, unter deren Grundstücken die Leitungen der Pipeline verlaufen, wollen die Inbetriebnahme verhindern. Sie fürchten, dass das geruchlose und giftige Gas austreten und Menschen in Lebensgefahr bringen könnte. Die 67 Kilometer lange Pipeline des Chemiekonzerns Covestro ist seit dem Jahr 2009 weitgehend fertig gebaut, bisher war sie aber noch nie in Betrieb. Die Pipeline führt unter anderem durch Langenfeld und knapp an Solingen vorbei. Bürgerinitiativen und Politiker aus Langenfeld, Hilden und Solingen wehren sich seit Jahren gegen das Projekt.
Vor dem Termin am Oberverwaltungsgericht Münster heute, bekräftigen die Gegner der umstrittenen CO-Pipeline in der Region noch einmal ihre Kritik an dem Projekt. Die Politik in Hilden hat parteiübergreifend eine Resolution verabschiedet. Man wolle noch einmal ein Zeichen setzen und der Forderung Nachdruck verleihen, die umstrittene Leitung zu verhindern, heißt es aus Hilden. In der Resolution steht, die CO-Pipeline berge unkalkulierbare Risiken und sei technisch nicht beherrschbar.
Veröffentlicht: Freitag, 28.08.2020 03:07