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Entsetzen über verbrannte Israelflagge
© Radio RSG
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Entsetzen über verbrannte Israelflagge

Nachdem Unbekannte vor dem Solinger Rathaus die israelische Fahne in der Nacht zu gestern verbrannt haben, melden sich immer mehr Politiker zu Wort. Der Solinger SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann sagt: „Wer Fahnen verbrennt und Synagogen angreift, greift uns alle an!“ Alle Menschen hätten das Recht auf freie Religionsausübung, egal ob sie Christen, Muslime oder Juden sind. Hass und Gewalt haben keinen Platz in unserer Gesellschaft und sind keine Mittel für einen politischen Diskurs, so Josef Neumann weiter. Und auch Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz betont: „Das sind Angriffe auf unsere Nachbarn und unsere gemeinsame Verantwortung für Weltoffenheit und Religionsfreiheit. Deshalb lasst uns gemeinsam gegen die antisemitischen Übergriffe auf Synagogen in unserem Land stellen.“

Der SPD-Kandidat für die Bundestagswahl für Remscheid und Solingen, Ingo Schäfer, ruft nun zur Besonnenheit auf. "Als Solinger bin ich stolz darauf, dass sich in unserer Stadt sehr viele Menschen gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren.", so SPD-Politiker Ingo Schäfer. In Solingen sollen sich alle Menschen aufgehoben fühlen - für Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit sei kein Platz.

Auch die Jungen Liberalen in Solingen finden deutliche Worte. Sie nennen die Tat "feige" und "widerlich". "Wir dürfen uns von Hass nicht unterkriegen lassen und müssen zeigen, dass wir stärker sind.", sagt der junge FDP-Politiker Daniel Schirm.

Am Nachmittag gab es in Solingen eine Kundgebung vor dem Rathaus. Hintergrund ist die Verbrennung der israelischen Flagge in der Nacht zu gestern. Bei der Kundgebung waren die Jüdische Kultusgemeinde, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das Bündnis "Bunt statt Braun" sowie die Stadt Solingen, namentlich Oberbürgermeister Tim Kurzbach, dabei. Man wolle den Akt des offenen Antisemitismus nicht hinnehmen. Das Verbrennen der israelischen Flagge, die vor dem Rathaus gehisst war, wurde gefilmt und in den sozialen Netzwerken verbreitet. Wegen der gültigen Corona-Regeln durften nur 70 Personen an der Kundgebung teilnehmen.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

 

 

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