
Enttäuschung über Pipeline-Entscheidung
Die Pipeline-Gegner bei uns in der Region sind enttäuscht und wütend. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat ihre Klagen gegen die Inbetriebnahme der Kohlenmonoxid-Pipeline gestern abgewiesen. Das ist ein Schlag ins Gesicht von mehr als 100.000 gefährdeten Anwohnern, sagt die Initiative. Aufgeben wird man trotzdem nicht. Das gestrige Urteil war nicht das Finale, sondern der Startschuss, sagen die Kläger. Die sogenannte "Giftgaspipeline" würde auf nationaler und EU-Ebene nochmal intensiv abgeklopft. Die Gegner der Pipeline kritisieren, dass das OVG die Ängste und Sorgen der Bürger hinsichtlich eines Todesrisikos nicht berücksichtigt hätte. Die Bürgerinitiative will jetzt die ausführliche Urteilsbegründung abwarten und beraten, wie es weitergeht. Das Gericht hat gestern entschieden, dass die Bedenken der Kläger unbegründet sind. Man habe genug Vorsorge gegen mögliche Schäden getroffen. Somit kann die Kohlenmonixid-Pipeline nach über 10 Jahren in Betrieb genommen werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.09.2020 03:15