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Fall Nawalny: Hardt fordert Konsequenzen für Russland
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Fall Nawalny: Hardt fordert Konsequenzen für Russland

Der Fall des offenbar vergifteten russischen Regierungskritikers Nawalny sorgt auch im Bergischen für Reaktionen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für das RSG-Land, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen für Russland.

Veröffentlicht: Donnerstag, 03.09.2020 11:50

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Ein Speziallabor der Bundeswehr hat den Fall untersucht. Nun ist klar, dass der russische Regierungskritiker Nawalny mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet wurde. Dieses Gift wurde während des Kalten Krieges in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt. Laut Jürgen Hardt ist sehr schwer zu beschaffen und kann nur aus hochspezialisierten Laboren stammen. Für ihn sei klar, dass dieser Giftstoff nur mit Hilfe der russischen Regierung beschafft und hergestellt werden konnte. Deutschland und die anderen EU-Staaten müssten nun eine klare Position gegenüber Russland formulieren.


Jürgen Hardt ist außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er sagt:

"Die sorgfältige Analyse des Speziallabors der Bundeswehr lässt keinen Zweifel daran, dass Alexej Nawalny – wie zuvor schon Sergej Skripal – mit einem hochwirksamen Gift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Das bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. [...] Folglich ist richtig, dass der russische Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt und mit diesem Analyseergebnis konfrontiert wurde. Deutschland muss nun gemeinsam mit den anderen Staaten der Europäischen Union eine Position gegenüber Russland formulieren, die auch weitere Sanktionsschritte nicht ausschließt. Wir wünschen Alexej Nawalny eine baldige und vollständige Genesung."

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