
Fünffacher Mord: erschütternde Chatverläufe
Am Landgericht Wuppertal geht heute der Prozess gegen die Solingerin weiter, die ihre fünf Kinder getötet haben soll. Bereits gestern haben weitere Zeugen ausgesagt. Darunter war auch der Lokführer vor dessen Zug sich die Frau nach ihrer Tat im Düsseldorfer Hauptbahnhof geworfen haben soll. Ebenso zwei Polizisten. die dort vor Ort waren, wurden befragt. Außerdem vor Gericht ausgesagt haben zwei Polizisten, die die Spuren in der Wohnung der Tatverdächtigen gesichert haben. Unter anderem wurden ein Internetrouter und das Handy der Tatverdächtigen ausgelesen. Welche Ergebnisse man daraus ziehen kann, möchte man derzeit noch nicht mitteilen.
Außerdem wurden Details aus den Chatverläufen der Angeklagten vom Tattag verlesen. "Ich beende es. Die Kinder sind schon da oben, ich gleich auch, also ruf die Polizei." - dramatische Worte, die die Angeklagte in einem Chat an ihren Ehemann gesendet hatte. Der hatte ihr gesagt, dass er eine neue Beziehung hat - was vermutlich auch der Auslöser für die Tat gewesen sein soll. Auch ihrer Mutter schieb die 28-jährige, dass die Kinder tot seien und sie die Polizei verständigen solle. In der weiteren Verhandlung wurden Familienvideos der Angeklagten und ihrer Kinder gezeigt, beim Anblick der Videos ist die junge Frau in Tränen ausgebrochen. Ein Geständnis hat die Solingern bisher noch nicht abgelegt. Heute geht der Prozess weiter. Der Leiter der Mordkommission sowie einer der Väter der getöteten Kinder werden aussagen.
Veröffentlicht: Dienstag, 06.07.2021 04:15