
Gefährlicher Brand in Galvanobetrieb in Solingen-Wald
Am Montagmorgen musste die Feuerwehr zu einem schwierigen Großeinsatz an der Baverter Straße ausrücken. Gegen 9.50 Uhr konnte die Warnung der Bevölkerung aufgehoben werden.
Veröffentlicht: Montag, 20.05.2024 05:54
Die Solinger Feuerwehr wurde am Pfingstmontag gegen kurz nach 7 Uhr zu einem Feuer in die Baverter Straße in Wald alarmiert. Anwohner meldeten Rauch aus einem Firmengebäude eines Galvanikbetriebs, der Aluminiumoberflächen veredelt. Es konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass dabei möglicherweise gefährliche Stoffe freigesetzt wurden. Durch die Einsatzleitung wurden vorsorglich die nächstgelegenen Warnsirenen ausgelöst und parallel per NINA-App und bei Radio RSG gewarnt. Die Löscharbeiten gestalten sich recht aufwendig. Die Feuerwehr setzte auch eine Drohne ein, um das Geschehen aus der Luft zu kontrollieren. Gegen 9.50 Uhr konnte für die Bevölkerung aber Entwarnung gegeben werden. Bei Luftmessungen in der Umgebung der Brandstelle konnten keine Schadstoffe festgestellt werden.
Die Einsatzkräfte mussten sich vor Ort gewaltsam Zutritt zum Betriebsgelände verschaffen, in dem sie das Hoftor aufbrachen. Hinter einer Wand aus Glasbausteinen waren Flammen zu sehen und es drang dunkler Rauch aus der Dachhaut. Der Rauch breitete sich in ein angrenzendes Wohngebäude der Eigentümerfamilie aus. Hier wurden drei Personen aus dem Gebäude gerettet. Zwei Bewohner wurden durch den Rettungsdienst vor Ort aufgrund von eingeatmeten Brandgase behandelt, wurden aber nicht in ein Krankenhaus transportiert.
Es wurde aufgrund der Lage weitere Kräfte der Feuerwehr nachalarmiert. Währenddessen wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht. In den Produktionsräumen fanden die Einsatzkräfte eine Brandentwicklung unter den Becken für den Veredelungsvorgang. Um eine Durchzündung zu verhindern, wurden einige Teile der Glasbausteinwände eingeschlagen. Über die zwei Drehleitern wurden jeweils ein C-Hohlstrahlrohr zur Brandbekämpfung vorgenommen. Durch insgesamt drei Trupps unter Atemschutz wurden drei weitere C-Hohlstrahlrohre im Innen- und Außenangriff vorgenommen. Der Brand im Bereich einer Galvanoanlage konnte so effektiv bekämpft werden. Das Löschwasser sowie kleine Mengen von ausgelaufenen chemischen Stoffen aus dem Produktionsbereich konnten in dem objekteigenen Auffangsystem zurück gehalten werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis 10:30 Uhr hin. Die Bewohner der umliegenden Häuser konnten nach der Kontrolle der Wohnungen auf Brandgase und den eingeleiteten Lüftungsmaßnahmen zurück in Ihre Wohnungen.