Gehörlosenverband kritisiert Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz in Deutschland denkt zu wenig an Gehörlose. Das bemängelt der Deutsche Gehörlosen-Bund. Als Beispiel nennt der Interessensverband einen Fall aus Solingen, der sich beim Hochwasser in Juli ereignet hat.

© Radio RSG

Die Schafe von Christopher Brandenstein aus Solingen weiden normalerweise an der Wupper. So auch am 14. Juli, kurz vor dem schlimmen Hochwasser. Das Problem: Christopher Brandenstein ist gehörlis. Der 41-jährige hört Sirenen und Lautsprecher nicht und die üblichen Warn-Apps hätte nicht eindringlich genug gewarnt, bemängelt der Deutsche Gehörlosen-Bund. Christopher Brandenstein hätte seine Schafe mit Hilfe von Nachbarn in letzter Minute von der Weide geholt, kurz bevor die Flut kam. Der Deutsche Gehörlosen-Bund fordert, dass die Warnung der Bevölkerung so barrierefrei wie möglich gestaltet wird.

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