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Gemischte Gefühle zum Schulstart
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Gemischte Gefühle zum Schulstart

Morgen starten viele Schülerinnen und Schüler in ein neues Corona-Schuljahr. Die Städte Remscheid und Solingen haben alle Vorkehrungen getroffen, damit das Schuljahr so sicher wie möglich ablaufen kann, der Verband Bildung und Erziehung aus Solingen ist damit weitestgehend zufrieden, sieht aber weiterhin viele Herausforderungen auf Schüler und Lehrkräfte zukommen. "Das vergangene Schuljahr brachte viele Menschen an und über die Grenzen der Belastbarkeit. Ein nervenaufreibendes Hin und Her darf es nicht mehr geben." - mit mahnenden Worten erinnert Jens Merten, Vorsitzender des VBE an das vergangene Schuljahr. Damit es nicht wird wie das letzte, wurden bereits jetzt Maßnahmen zum Schutz der Kinder eingerichtet, die begrüßt Merten, sagt jedoch auch, dass zum Beispiel Luftfilter nur ein Tropfen auf den heißen Stein seien. Auch die Impfangebote sieht er als Chance, warnt nur davor, weiteren bürokratischen Aufwand auf die Schulen abzuwälzen.

Veröffentlicht: Dienstag, 17.08.2021 03:55

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Statements des VBE Solingen

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Das neue Schuljahr bringt wieder zahlreiche Herausforderungen mit sich

„Natürlich wünschen sich alle Beteiligten einen normalen Alltag und eine Beständigkeit. Allerdings ist es derzeit notwendig, dass wir Maske tragen, Abstand halten und regelmäßig testen, um einen kontinuierlichen Schulbetrieb zu gewährleisten. Am Mittwoch beginnt ein Schuljahr der Vorsicht und der Herausforderungen. Ein nervenaufreibendes Hin und Her darf es nicht mehr geben. Denn das vergangene Schuljahr brachte viele Menschen an und über die Grenzen der Belastbarkeit.

Kommunen und Land sind auch in Zukunft gleichermaßen gefordert, weitere geeignete Maßnahmen zu prüfen und auch zu nutzen, damit Schule zuverlässig in Präsenz stattfinden kann. Gerade die Stadt Solingen hat sich in den letzten Monaten immer wieder als verlässlicher und klug agierender Schulträger gezeigt. Auf kommunaler Ebene wurden und werden viele gute und sinnvolle Entscheidungen getroffen, um die Schulen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen“, erklärt Jens Merten, Vorsitzender des VBE Solingen, mit Blick auf das kommende Schuljahr 2021/2022.

 

Sonderprogramme gegen Lernrückstände 

„Die Palette an Extra-Maßnahmen ist breit gefächert und wirkt vernünftig. Die verschiedenen Angebote sind notwendig und hilfreich. Schwierig wird es sicherlich im Bereich der Personalgewinnung. Denn der Lehrkräftemarkt ist weiterhin leer und auch die anderen pädagogisch Professionen stehen nicht unbedingt Schlange, um in Schule zu arbeiten. Insofern können wir nur hoffen, dass die geplanten Stellen auch besetzt werden können und die Maßnahmen vor allem die Schülerinnen und Schüler erreichen, die sie dringend benötigen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Freigabe der Mittel über das Jahr 2021 hinausgeht und damit zumindest mittelfristig geplant werden kann. Wir brauchen keine Schnellschüsse - Kontinuität hilft. Deshalb fordern wir auch weiterhin eine Planung, die über mehrere Jahre reicht und einen sicheren Handlungsrahmen bietet. Fest steht aber noch immer: Der Lehrkräftemangel bleibt nach wie vor die größte Baustelle in den Schulen und muss endlich mit einem großen Kraftakt und klaren Strategien angegangen werden. Eine entscheidende Maßnahme besteht in der Beseitigung der ungerechten Bezahlung für Grundschulen und die Sekundarstufe I. Noch immer hat die Landesregierung ihr Wahlversprechen nicht eingelöst“, sagt Jens Merten.

 

Impfangebote an Schulen  

„Grundsätzlich begrüßen wir niederschwellige Impfangebote. Die Schulen leiden allerdings darunter, dass ihnen immer mehr zusätzliche Aufgaben aufgebürdet werden. Die Impfangebote dürfen den Schulalltag nicht stören und sollten nur ohne zeitlichen und bürokratischen Aufwand für Schulen erfolgen. Es ist zu erwarten, dass es alleine schon durch den unterschiedlichen Umgang mit genesenen, geimpften und nicht geimpften Kindern zu einem erhöhten Arbeits- und Dokumentationsaufwand kommt“, zeigt Jens Merten zukünftige Herausforderungen auf.

 

Luftfilter für Schulen

„Die verschiedenen Programme zur Anschaffung von mobilen Luftfiltern sind zwar einerseits lobenswert, da jede Maßnahme hilft, aber im Grunde sind das alles nur Tropfen auf einen sehr heißen Stein. Wenn die Luftfilter hoffentlich bis zum Winter in den Schulen angekommen sind, werden etwa 10-15% der Solinger und Remscheider Klassen- und Fachräume damit ausgestattet sein. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der absolute Großteil weiterhin ohne Luftfilter auskommen muss. Machen wir uns zudem nichts vor, diese Geräte sind nur unterstützende Maßnahmen, denn es muss trotzdem konsequent gelüftet werden. Dicke Wolldecken, Handschuhe und Pudelmützen werden also auf jeden Fall wieder zum Alltag gehören. Problematisch ist zudem, dass die Kinder bis zur 6. Klasse von den Impfangeboten derzeit noch ausgeschlossen sind“, so Jens Merten.

 

Weitere Corona-Maßnahmen

„Es ist gut und sinnvoll, dass NRW an der bewährten Teststrategie festhält und sie fortführt. Auch die fraglos lästige Maskenpflicht in den Schulgebäuden entspricht dieser Linie und ist insofern auch konsequent. Die Ankündigung der neuen Quarantäne-Regelungen bringt zwar Erleichterungen mit sich, da nicht mehr eine komplette Lerngruppe automatisch für zwei Wochen in Isolation geschickt wird, aber die Umsetzung wird in der Praxis sicherlich noch für zusätzliche Herausforderungen sorgen. Ein wichtiger Schritt ist dabei auf jeden Fall, dass die Lehrkräfte nicht mehr direkt betroffen sind. Es gab einige Kolleginnen und Kollegen, die vier- oder fünfmal in Quarantäne geschickt worden sind. Jeder, der diese 14 Tage durchstehen musste, weiß, wie belastend diese Situation sein kann“, sagt Jens Merten.  

 

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