Gerichte bei uns überlastet

Die Gerichte auch bei uns im RSG-Land klagen über eine Überbelastung. Ein Fall aus den letzten Wochen hat gezeigt, was das bedeuten kann. Es geht um den Vergewaltigungsprozess aus Remscheid. Da gab es zuletzt ein Urteil. Die Tat liegt aber bereits 8 Jahre zurück.

Die Gerichte haben zu viele Fälle auf dem Tisch liegen und dafür zu wenig Personal. Der Fall aus Remscheid sei aber ein Extremfall, sagte uns ein sagte uns ein Sprecher des Landgerichts und nennt dafür zwei Gründe: Strafrechtsfälle würden nicht chronologisch abgearbeitet, sondern nach bestimmten Prioritäten. Befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft wird der Prozess vorgezogen. Der Angeklagte Remscheider war aber auf freiem Fuß. Sein Fall wurde hintenangestellt. Hinzu kam, dass ein Richter während des Verfahrens erkrankte. Es musste noch mal komplett neu aufgerollt werden. 

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