
Gesundheitsamt hat viel zu tun
Mit den hohen Inzidenzen in Remscheid und Solingen steigt auch wieder die Arbeit in den Gesundheitsämtern.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.09.2021 03:23
Nach einem recht lauen Sommer kommen jetzt unzählige Fälle auf einmal aus den Schulen auf die Ämter zu - die alle nachverfolgt werden müssen. Nach den Sommerferien kam alles auf einen Schlag, berichtet die Leiterin des Solinger Gesundheitsamtes, Annette Heibges. Letzte Woche lag die Inzidenz bei den zehn bis vierzehn Jährigen bei über 700 - und damit gab es auf einmal unzählige positive Fälle, denen das Gesundheitsamt nachgehen musste. Darauf reagiert man jetzt: es wird umstrukturiert, Personal aus anderen Abteilungen werden ins Team geholt, dass sich nur um die Fälle in den Schulen kümmert. Das Personal wird mehr als verdoppelt. "Es ist wichtig, dass man es Eltern und Schülern nicht noch schwerer macht, als sie es ohne hin schon haben" sagt Heibges weiter. Aktuell ist die Inzidenz bei den unter 20-jährigen deutlich am höchsten.
Lange Wartezeiten zwischen einem positiven Pooltest und einer darauffolgenden PCR-Testung der Kinder habe allerdings nichts mit einer Überforderung des Gesundheitsamtes zu tun, so die Stadt. Eltern haben berichtet, dass sie teilweise über eine Woche warten mussten, bis nach einem positiven Pooltest ein PCR-Test folgte - doch das hatte nichts mit dem aktuell hohen Arbeitspensum zu tun, so Annette Heibges vom Gesundheitsamt. Nach einem positiven Pooltest, werden alle Kinder Zuhause erneut einzeln mit einem Lollytest getestet, sollte dann immer noch nicht klar sein, wer für das positive Ergebnis im Pooltest verantwortlich war, folgt ein PCR-Test. Daher vergeht zwischen dem Pooltest und dem PCR-Test teilweise bis zu einer Woche. Erst wenn dann alle PCR-Tests negativ sind gehen die Kinder zurück in die Schule. Sollte ein Kind positiv sein, greifen die bekannten Quarantäneregeln.