
Großbrand im Dycker Feld - Entwarnung für Bevölkerung
Update: Die Glutnester sind unter Kontrolle. Die meisten Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken jetzt ab. Zwei Feuerwehreinheiten bleiben sicherheitshalber noch vor Ort. Die Straßen Dycker Feld und Lindgesfeld sind wieder freigegeben.
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.02.2020 03:07
Nach dem Großbrand ist die Straße Dycker Feld im Industriegebiet jetzt teilweise wieder frei: Von der Wuppertaler Straße ist die Einfahrt bis zur Einmündung Lindgesfeld möglich und auch von der Tersteegenstraße beginnt die Sperrung erst kurz hinter der Einmündung Dellenfeld. Damit ist Anlieferverkehr für viele Betriebe im Gewerbegebiet bereits wieder sichergestellt.
Die Solinger Feuerwehr war seit 1 Uhr im Großeinsatz. In Gräfrath ist die Lagerhalle eines Automobilzulieferer im Gewerbegebiet Lindgesfeld / Dycker Feld in Brand geraten. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die rund 2.500 m2 große Lagerhalle der Firma KTS Nifco bereits komplett in Flammen und ist dann in sich zusammengesackt. Es sind mehrere Gasflaschen explodiert. Einsatzleiter Michael Pölcher schilderte die Lage in der Nacht so:
Die Löscharbeiteten gestalteten sich schwierig, die Feuerwehr hatte den Brand aber gegen Morgen unter Kontrolle. Weil das Gebäude nicht mehr betreten werden konnte, musste man allerdings Spezialkräne vom THW anfordern, um die Hallenteile zu öffnen und auseinanderzuziehen. So kann die Feuerwehr besser an die Glutnester.
Anwohner wurden in der Nacht zunächst per Sirene gewarnt und gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messtrupps der Solinger Feuerwehr und des Landes-Umweltamtes haben inzwischen an verschiedenen Stellen des betroffenen Gebietes Proben genommen und untersucht. Gegen 7.30 Uhr dann die Entwarnung: Es wurden keine Schadestoff in den Rauchgasen gefunden. Das heißt: Türen und Fenster müssen nicht länger geschlossen werden, der Aufenthalt im Freien ist unbedenklich. Der Betrieb von Schulen und Gewerbebetrieben kann normal verlaufen.
Die Straßen im Gewerbegebiet sind allerdings weiterhin gesperrt. Autofahrer werden dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.Rund um Gräfrath kam es am Morgen zu erheblichen Staus.
Feuerwehr, Rettungs- und Hilfsdienste waren mit bis zu 150 Kräften im Volleinsatz. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren besetzten unterdessen die Rettungswachen.














