
Große Enttäuschung bei den Bauern im RSG-Land
Gestern hat das Kabinett ab 2024 ein Glyphosat-Verbot beschlossen. Zudem soll es eine strikte Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung geben mit einer Einteilung in sogenannte Schutzgebiete, wo die Anwendung solcher Mittel verboten sein soll. Ein Schlag ins Gesicht aller Landwirte, sagt dazu die Kreisbauernschaft.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.02.2021 12:47
Martin Dahlmann, der Kreisvorsitzende der Kreisbauernschaft fürs RSG-Land sagt, die Landwirte betreiben seit 20 bis 30 Jahren Insektenschutz. Zum Beispiel werden Felder nachts gedüngt, damit man die Bienen nicht störe. Dieser Kabinetts-Entwurf sei blinder Aktionismus und katastrophal Hoch 3. Dahlmann setze auf seinem Biohof seit Jahrzehnten keine Pestizide ein. Nur seien auf der anderen Seite die Konsumenten auch kaum bereit, mehr für die Produkte zu zahlen. Das zeige sich am Beispiel von Lidl. Vor Weihnachten seien da die Preise für Schweinefleisch erhöht worden. Das habe man mittlerweile wieder zurückgenommen, da die Verbraucher ihr Fleisch lieber weiterhin billig woanders gekauft hätten.