
Gülle-Unfall: EWR und Landwirt streben Vergleich an
Sechs Jahre nach dem Gülle-Unfall an der Neyentalsperre bei Wipperfürth könnte es nun wohl einen Vergleich geben. Der verantwortliche Landwirt soll Schadenersatz zahlen. Über die Höhe der Summe sind die beiden Parteien sich noch nicht einig. 1,7 Millionen Liter Gülle sind damals ausgelaufen. Das Gewässer, das durch die riesige Menge an Gülle verunreinigt wurde, ist im Besitz der EWR. Die hatten damals 190.000 Schadenersatz für Entsorgungskosten und laufende Messkosten gefordert. Ein Gericht hat den beiden Parteien nun einen Vergleich vorgelegt. Sollten die EWR darauf eingehen, müsste der Landwirt 160.000 Euro an die EWR und den Wupperverband zahlen. Bis Ende Juli haben beide Parteien Zeit diesen Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen. Ein Strafverfahren gegen den Landwirt endete mit einem Freispruch. Es sei nicht nachzuweisen, dass der das Gülle-Silo absichtlich geöffnet haben soll, heißt es. Die Neyentalsperre befindet sich aktuell wieder in einem guten Zustand, so die Stadtwerke Remscheid.
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.07.2021 04:50