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Hausärzte hoffen auf unbürokratische Impfungen
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Die Influenza-Saison geht wieder los. Zu wenige Leute in Deutschland lassen sich gegen Grippe impfen (Symbolbild).
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Hausärzte hoffen auf unbürokratische Impfungen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern konnten sich gestern auf keinen konkreten Starttermin für die Impfungen in den Arztpraxen verständigen. Aktuell sieht es so als würde es doch Mitte April. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein - die für die Ärzte in Solingen und Remscheid spricht - hätte einen Start Anfang April befürwortet. Wann es mit den Impfungen beim Arzt genau losgehen soll, dass sollen jetzt die Ministerpräsidenten gemeinsam mit Kanzlerin Merkel entscheiden. Für die KV Nordrhein ist klar: ein schnelles und möglichst unbürokratisches Impfen in den Praxen ist unumgänglich. Nur so könne man das Impfen beschleunigen und das sei dringend nötig, sagt der Vorsitzende der KV Nordrhein Dr. med. Frank Bergmann. In der Region Nordrhein seien seiner Aussage nach 6.000 Praxen bereit zu impfen. Im Schnitt wären etwa 100 Impfungen pro Praxis und Woche möglich. Das würde etwa 600.000 Impfungen pro Woche und rund 2,5 Millionen Impfungen pro Monat entsprechen. Vorausgesetzt, dass die dafür nötige Impfmenge zur Verfügung steht. Hier sind sich die Gesundheitsminister und der Bund uneinig.

Die KV Nordrhein hält einen Start Anfang April für richtig. Sie glaubt, dass die Arztpraxen im RSG-Land das Impfen massiv beschleunigen können. Allerdings sei es wichtig, dass das Ganze so unbürokratisch wie möglich läuft. Das sieht beispielsweise auch Doktor Martin Schuster Allgemeinmediziner aus Solingen so. Er hoffe, dass es ohne umständliche Zettelwirtschaft funktioniere. Ohne große Hürden könnten die Praxen können in Summe gesehen deutlich mehr Menschen impfen als die personell und finanziell eher aufwändigen Impfzentren, sagt die KV.

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.03.2021 05:05

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