
Der Wupperverband ruft dazu auf, Vorsorgemaßnahmen gegen Starkregen zu treffen. Vor einem Jahr um diese Zeit gab es sehr schwere Unwetter im Bergischen. Wuppertal und Leichlingen wurden überflutet, auch am Eschbach in Unterburg stiegen die Pegelstände. Wie schnell es gehen kann, hat man Montag gesehen: nach einem Gewitter stand das Wasser auf dem Frankfurter Damm in Solingen und auf der A46. Der Wupperverband betont, dass nicht nur Menschen, die an Flüssen leben von Überflutungen betroffen sein können. Regen und Abwasser könnten ebenfalls Keller volllaufen lassen. Ob man in einem Risikogebiet lebt, kann man auf den Starkregenkarten der Städte sehen. Eigentümer sollten die Ablaufsysteme an ihren Häusern verbessern und Keller abdichten.
In Wuppertal und Leichlingen wurden bis heute nicht alle Unwetterschäden beseitigt. Unsere beiden Nachbarstädte hat es vor gut einem Jahr besonders schwer erwischt. Remscheid und Solingen hatten vergleichsweise Glück, das muss aber nicht jedes Mal so sein, sagt der Wupperverband. Er geht davon aus, dass es in Zukunft immer mehr Unwetter geben wird. Jeder sollte überprüfen wie stark sein Zuhause gefährdet ist und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel hochwassersichere Fenster und Türen einbauen. Bei Neubauten sollte außerdem die Haustechnik nicht im Keller eingebaut werden.
Einige Tipps hat der Wupperverband auf seiner Homepage zusammengestellt:
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/pa_de_ihre_moeglichkeiten.html
Außerdem können Eigentümer einen Hochwasser-Pass beantragen und so die Hochwassergefahr für ihr Objekt einschätzen lassen: www.hochwasser-pass.com Ein ausgestellter Hochwasser-Pass dient als Nachweis dafür, in welchem Grad ein Objekt hochwassergefährdet ist und welche Sicherungsmaßnahmen dagegen erfolgt sind. Diese Informationen unterstützen zum Beispiel bei Vermietung und Verkauf von Gebäuden. Die Kosten für den Hochwasserpass hängen vom erforderlichen Aufwand (Stundenanzahl) und von lokalen Stundensätzen der Sachkundigen ab. Die Spanne reicht von ca. 300 Euro bis ca. 500 Euro.