
Hohe Grundsteuer im RSG-Land
In Remscheid und Solingen ist die Grundsteuer vergleichsweise hoch. Das betätigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.
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In dem Grundsteuerranking wurden die 100 größten Städte Deutschlands verglichen. Remscheid und Solingen landen auf den Plätzen 73 und 86. Wer Eigentum besitzt, zahlt Grundsteuer an seine Kommune. Städte und Gemeinden legen den Steuersatz fest. Dabei zeigt sich, dass es ziemliche Unterschiede zwischen den Städten in Deutschland gibt. Düsseldorf ist zum Beispiel mit 373 Euro Jahresgrundsteuer recht günstig und landet auf Platz 12 im Ranking. Remscheid dagegen verlangt nur wenige Kilometer entfernt 525 Euro. Und Solingen ist mit 585 Euro Jahresgrundsteuer sogar noch teurer. Für die Studie wurde ein Standard-Haus als Beispiel genommen, mit 125 Quadratmeter Wohnfläche und einem 500 Quadratmeter großes Grundstück. Hier geht es zur Studie.
In dem Grundsteuerranking werden die 100 nach Einwohnern größten Städte Deutschlands verglichen. Zur Berechnung der Jahresgrundsteuer wurde ein durchschnittlicher Einheitswert für Einfamilienhäuser in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner herangezogen. Auf Basis dieses Wertes, einer Grundsteuermesszahl in Höhe von 2,6 Promille und den einzelnen kommunalen Hebesätzen im Februar 2021 wurden schließlich die jährlichen Grundsteuerlasten kalkuliert.
Auffällig ist, dass eine Reihe großer Städte aus Nordrhein-Westfalen aus Sicht von Immobilienbesitzern schlecht abschneidet. In dem Ranking waren 16 NRW-Städte - vor allem aus dem Ruhrgebiet - unter den 20 Kommunen mit der höchsten Grundsteuer. Auch Mülheim an der Ruhr (754 Euro), Duisburg (724 Euro) und Marl (669 Euro) gingen in die Vollen. Der Grund: Vor allem durch den Strukturwandel haben die Städte hohe Schulden. Mit Steuern wollen sie die klammen Kassen zu füllen, sagt das Institut der deutschen Wirtschaft.