
Im RSG-Land lebt man vergleichsweise sicher
Remscheid und Solingen gehören auch weiterhin zu den sichersten Großstädten im Land. Das bestätigt die neue Kriminalstatistik der Polizei. In beiden Städten ist die Zahl der gemeldeten Straftaten im vorigen Jahr gesunken. Und das hat laut Polizei auch, aber nicht nur mit den Auswirkungen der Corona-Lage zu tun.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.03.2021 04:35
Weniger Diebstähle, weniger Straßenkriminalität und ein neuer Tiefststand bei den Wohnungseinbrüchen. In fast allen Bereichen ist die Kriminalitätsstatistik 2020 rückläufig. In Solingen hat die Polizei voriges Jahr rund 9.500 Straftaten registriert, knapp 500 weniger als noch ein Jahr davor. In Remscheid ging die Fallzahl sogar um fast 700 Fälle bzw. 10 Prozent zurück auf rund 6.300 gemeldete Delikte. In Remscheid kommt mit fast 60% Prozent noch eine auch im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote dazu.
Gefährliche Ecken und Kriminalitätsschwerpunkte gibt es aus Sicht der Polizei nicht, auch wenn das subjektiv manchmal so wahrgenommen werde, so Polizeisprecher Alexander Kresta. Anders als im Landestrend sind im RSG-Land auch die gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt zurückgegangen, allerdings geht man hier von einer gewissen Dunkelziffer aus. Gestiegen ist in Solingen die Zahl der Sexualstraftaten. Das hat laut Polizei aber vor allem mit den deutlich ausgeweiteten Ermittlungen in Sachen Kinderpornografie auch in Verbindung mit Missbrauchskomplexen in Münster und Bergisch Gladbach zu tun.