
Im Sana-Klinikum fallen Arbeitsplätze weg
Im Remscheider Sana-Klinikum sollen bis zu 100 Arbeitsplätze wegfallen. Das teilt der Geschäftsführer der Sana DGS pro.service GmbH auf Nachfrage mit. Das ist eine Sana-Tochter, die unter anderem Mitarbeitende für den Hol- und Bringedienst, den Wäscheservice und den Empfang stellt. Der konzernweite Service-Bereich soll zum 31. Dezember 2021 zu schließen. In Remscheid werden von diesem Schritt 44,92 Vollkräfte und 64 Mitarbeitende betroffen sein. Ausgenommen davon ist der Bereich der Krankenhausreinigung, dieser verbleibt in der Sana DGS pro.service GmbH. Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz will heute eine Sondersitzung des Sana-Aufsichtsrates einfordern. Für ihn sei das geplante Vorgehen ein Skandal. Die Stadt Remscheid ist Mitgesellschafter des Klinikums, allerdings nur mit knapp 5% Beteiligung. Verhindern kann sie die geplanten Entlassungen somit nicht, aber dagegen protestieren.
Klaus Wiendl, Geschäftsführer der Sana DGS pro.service GmbH sagt:
"Der Gesamtbetriebsrat der Sana DGS pro.service GmbH wurde am 16. April darüber informiert, den Service-und Logistikbereich der Sana DGS pro.service GmbH im Rahmen der Reorganisation der konzernweiten Service- und Logistikaktivitäten zum 31. Dezember 2021 zu schließen. Davon betroffen sein werden konkret die Betriebe Hol- und Bringedienst, Patientenbegleitdienst, Info/Pforte, Stationshilfsdienst, Wäscheservice, Archiv und Modul. Sämtliche im Service- und Logistikbereich angesiedelten Arbeitsplätze sollen dementsprechend abgebaut werden. Die Arbeitsverhältnisse der auf diesen Arbeitsplätzen beschäftigten Arbeitnehmer sollen, unter Berücksichtigung der allgemeinen und besonderen Kündigungsschutzbestimmungen, bis spätestens zum 31. Dezember 2021 beendet werden. Die neuen Anforderungen an eben diese verlangen in der Zukunft eine deutlich höhere fachliche Führung und auch Prozessbegleitung sowie -überwachung. Um dies zu erreichen wird die Sana DGS pro.service GmbH in Zukunft ausschließlich mit den Reinigungsdienstleistungen im Krankenhaus betraut. Da die vorgenannte Maßnahme alle Betriebe der Sana DGS pro.service GmbH betrifft, und einer unternehmenseinheitlichen Konzeption bedarf, die die Interessen aller von der Betriebsänderung betroffenen Arbeitnehmer gleichermaßen koordiniert, besteht eine originäre Zuständigkeit des Gesamtbetriebsrats der Sana DGS pro.service Gmbh für die Verhandlung bzw. Vereinbarung von Interessenausgleich und Sozialplan. Aus diesem Grund haben wir den Gesamtbetriebsrat der Sana DGS pro.service GmbH gebeten, umgehend entsprechende Verhandlungen mit uns über die geplante Betriebsänderung aufzunehmen. Auch entsprechende Terminvorschläge haben wir diesbezüglich unterbreitet. Wir planen Termine im Mai und Juni 2021."
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.04.2021 09:05