
Immer mehr Kinder nicht schulreif: Das steckt hinter den Zahlen
Die Ergebnisse der aktuellen Schuleingangsuntersuchungen machen nachdenklich: In Solingen und Remscheid gibt es immer mehr Kinder, die vor dem Schulstart noch Förderbedarf haben. Besonders häufig geht es um Sprache, Motorik und soziale Kompetenzen.
Veröffentlicht: Freitag, 17.04.2026 12:31
In Solingen hat sich die Zahl der zurückgestellten Kinder in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. In Remscheid ist die Entwicklung weniger drastisch, aber auch dort ist die Zahl zuletzt gestiegen. Für die betroffenen Kinder bedeutet das: Sie werden noch nicht eingeschult und bleiben zunächst ein weiteres Jahr in der Kita.
Expertinnen aus dem Kita-Bereich sehen dafür mehrere Ursachen. Genannt werden unter anderem eine fehlende Frustrationstoleranz, zu hoher Medienkonsum, zu wenig Bewegung und Defizite beim Zuhören oder im sozialen Miteinander. Gleichzeitig wird betont, dass Kinder gezielte Förderung brauchen und Kitas diese im Alltag wegen Personalmangel nicht immer ausreichend leisten können.
In Remscheid zeigt der aktuelle Bericht außerdem: Probleme gibt es besonders beim Sprechen und bei der altersgerechten Bewegung. Positiv ist dagegen, dass die Zahl übergewichtiger Kinder gesunken ist und auch die Impfquoten gestiegen sind. Die Stadt will die Ergebnisse jetzt nutzen, um gezielter aufzuklären und die Kindergesundheit weiter zu stärken.
In der Radio-RSG-Morgenshow ging es deshalb nicht nur um die Frage, warum mehr Kinder bei den Untersuchungen auffallen. Thema war auch, wie Kitas, Eltern, Politik und Schulen gemeinsam dafür sorgen können, dass Kinder bestmöglich auf den Schulstart vorbereitet werden.