
Jürgen Hardt verteidigt Rettungseinsatz gegen Kritik
Die Evakuierungsmission der Bundeswehr für Afghanistan ist angelaufen. Der Bundestagsabgeordnete aus dem RSG-Land, Jürgen Hardt lobt den Einsatz als große menschliche und soldatische Leistung. Doch der erste Einsatz hatte auch zu großem Aufruhr in den sozialen Medien geführt. Denn auf dem Rückflug der Bundeswehrmaschine wurden lediglich 7 Menschen aus dem völlig überfüllten Flughafen von Kabul ausgeflogen. In den sozialen Medien regte sich darüber großes Unverständnis. Auf RSG-Nachfrage bei dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt erklärt dieser, dass es aufgrund der chaotischen Lage vor Ort nicht möglich war mehr Menschen aufzunehmen, auch, weil die Maschine im militärischen Teil des Flughafens landete und der Zugang beschränkt war. In den kommenden Tagen sollen weitere Evakuierungsflugzeuge aus Deutschland nach Kabul fliegen, dann sollen mehr Menschen vor der Taliban gerettet werden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.08.2021 09:18
Statement von Jürgen Hardt
Die Bundeswehr hat heute Nacht mit einer ersten Landung in Kabul ihre Evakuierungsmission begonnen. Ziel dieser Landung von deutschen Soldaten war die Sicherung und Koordinierung des Einsatzes vor Ort in Afghanistan. In enger internationaler Zusammenarbeit müssen nun diejenigen Personen, die evakuiert werden sollen, für den Ausflug aus Kabul vorbereitet werden. Dies betrifft deutsche Staatsbürger sowie gefährdete afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr und von zivilen Hilfsorganisationen. Außerdem wird Deutschland nach Möglichkeit auch gefährdete Personen anderer Nationen ausfliegen.
Die CDU/CSU–Bundestagsfraktion setzt darauf, dass mit weiteren Landungen heute und an den Folgetagen die Luftbrücke erfolgreich umgesetzt werden kann. Unter Umständen muss die Bundesregierung prüfen, ob die Luftbrücke in den kommenden Tagen erweitert werden kann. Ziel ist es, tatsächlich alle identifizierten Personen sicher aus Afghanistan herauszufliegen.
Die erfolgreiche Evakuierung steht jetzt im Vordergrund. Eine weitere politische Aufarbeitung des Einsatzes in Afghanistan und der Geschehnisse der letzten Wochen wird erfolgen. In einem ersten Schritt findet morgen auf Antrag der Koalitionsfraktionen eine Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses statt. Schon heute spricht die CDU/CSU–Bundestagsfraktion den Soldaten ihren Respekt und Dank aus, die mit dieser schwierigen und gefährlichen Aufgabe der Evakuierung aus Kabul betraut sind.