
JVA in Remscheid-Lüttringhausen soll bleiben
Das NRW-Justizministerium will Remscheid-Lüttringhausen als Gefängnisstandort erhalten. Bleibt die Frage nach Sanierung oder Neubau?
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.05.2024 14:14
Seit Jahren wird über die Zukunft der JVA Remscheid diskutiert, das über 100 Jahre alte Hafthaus ist dringend sanierungsbedürftig. Auch ein Neubau an anderer Stelle stand schon im Raum. Das Justizministerium stellt auf RSG-Nachfrage klar, dass man am derzeitigen Standort an der Masurenstraße festhalten will. Wann und wie das Gefängnis saniert werden soll, ist aber noch nicht entschieden. Der zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes hält es nicht für möglich, das über 100 Jahre alte Hafthaus im laufenden Betrieb zu sanieren. Daher müsse zunächst genau geklärt werden, wie die Inhaftierten für die Dauer der Bauphase in anderen Anstalten verteilt werden können. Dazu sei man in enger Abstimmung mit den Beteiligten. Die JVA Remscheid ist ein Männer-Gefängnis mit derzeit bis zu 550 Haftplätzen im geschlossenen Vollzug. Parallel verfolgt das Land neue Pläne für die benachbarte Jugendarrest-Anstalt. Sie könnte in eine Einrichtung für Sicherungs-Verwahrte umgewandelt werden. Dazu soll es jetzt eine Machbarkeitsstudie geben. Mehr über die Situation der JVA Remscheid erfahrt ihr auch in unserem Knast live Podcast