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Katholische Kirche im RSG-Land hat schwierigen Stand
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Katholische Kirche im RSG-Land hat schwierigen Stand

Die aktiven Mitglieder der katholischen Gemeinde im RSG-Land sind wütend über die Entwicklungen in der Diözese Köln. Durch die Verschleierungen bei den Missbrauchs-Gutachten müsse man sich immer wieder rechtfertigen. Vor allem die Ehrenamtler wie Andrea Heinz wollen etwas gegen das schlechte Image unternehmen. In Solingen passiert das zum Beispiel gerade mit einer Postkarten-Aktion, mit der man versucht die Gemeindemitglieder zu erreichen.

Auch viele Pfarrer sagen im RSG-Gespräch, dass es neben Aufklärung jetzt auch dringend Veränderungen brauche. Die aktuelle Situation mache wütend, sagt Pfarrer Jürgen Behr aus Remscheid. Bisher gab es - anders als im Kölner Raum - noch keine steigenden Kirchenaustritte in Remscheid. Die Folgen der Diskussion um den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und dessen zurückgehaltenes Gutachten zum Missbrauch seien aber auf jeden Fall in der Kirche zu spüren, sagt der Solinger Stadtdechant Michael Mohr. Es komme jetzt auf das zweite Gutachten an, das bald veröffentlicht werden soll. Noch gebe es keinen Anstieg an Kirchenaustritten in Solingen. Das könne aber noch kommen, so Mohr.

Die Gemeinden würden weiter alles unternehmen, um Solingen gut zu tun und den Menschen die Botschaft Jesu Christi zu vermitteln. Knapp jeder vierte Solinger gehört derzeit noch der katholischen Kirche an. Die Kritik an Kardinal Woelki hatte vor allem in Köln zuletzt für ausgebuchte Termine für Kirchenaustritte gesorgt. Ein zuletzt öffentlich gemachter Missbrauchsverdacht aus den 90ern richtet sich auch konkret auf Solingen und Wuppertal.


Veröffentlicht: Dienstag, 02.03.2021 04:25

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