Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

Wenn Ungeimpfte auf Anordnung in Quarantäne müssen, sollen sie ab Mitte Oktober keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Das hat die NRW-Landesregierung am Samstag so entschieden. Remscheids Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus sieht das mit gemischten Gefühlen. Natürlich muss die Impfquote besser werden, sagt er. An der freien Entscheidung jedes einzelnen dürfe man aber nicht kratzen. Für Neuhaus sind Aufklärung und Information das bessere Mittel, als Druck oder gar Zwang. Wenn Menschen mit wissenschaftlichen Fakten von einer Impfung überzeugt werden können, habe das einen viel nachhaltigeren Effekt. Klar sei aber, dass die Entscheidung gegen die Impfung nun mal auch Konsequenzen habe. Neuhaus glaubt die Frage, wie wir als Gesellschaft mit Ungeimpften umgehen, wird uns noch lange beschäftigen. Solingens Krisenstabsleiter Jan Welzel findet die Aufhebung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte vertretbar. Man müsse ja auch an die Kosten denken. 

Die Inzidenzwerte im RSG-Land liegen aktuell wieder unter 100: Remscheid liegt laut RKI bei gut 97, Solingen bei gut 92. Ganz anders Wuppertal: unsere Nachbarstadt hat heute mit gut 220 den dritthöchsten Wert in ganz Deutschland.

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