
Keine weitere Lockerungen ab Montag
Inzidenzwert nähert sich in NRW auch landesweit der 100er Marke. Ob die "Notbremse" auch die Rücknahme von Öffnungen bedeutet, ist noch unklar.
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NRW-Ministerpräsident Laschet hat am Freitag im Landtag noch einmal bestätigt, was die Landesregierung am Abend bereits angekündigt hatte: "Es kann ab 22. März keine weiteren Öffnungen geben." Bei einer günstigeren Entwicklung der Fallzahlen hätte der Stufenplan, den Bund und Länder Anfang vereinbart hatten, weitere Öffnungen für die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser und Kinos sowie im Sport möglich gemacht hat. Derzeit gehen die Inzidenzwerte aber kontinuierlich in die andere Richtung.
Landesweit liegt die Wocheninzidenz am Freitag bei 96,4. In Remscheid und Solingen ist die 100 bereits überschritten. NRW-Gesundheitsminister Laumann geht davon aus, dass die Zahlen in den nächsten Tagen weiter steigen werden. Liegt die Landesinzidenz drei Tage hintereinander über 100, müsste eigentlich landesweit die "Notbremse" gezogen und Lockerungen wieder zurückgenommen werden. Dazu wollten sich Laschet und Laumann aber noch nicht im Detail festlegen.
Die aktuelle Corona-Schutzverordnung, die ohnehin bis 28. März angelegt war, gilt daher auch Anfang nächster Woche mit den bestehenden Maßnahmen weiter. Am Montag (22. März) beraten Bundeskanzlerin Merkel und die Länderregierungen beim nächsten Corona-Gipfel über die weiteren Schritte. Nach der Ministerpräsidentenkonferenz soll in Düsseldorf über mögliche Konsequenzen entschieden werden. Diese Entscheidung werde sowohl das aktuelle Infektionsgeschehen als auch das Testgeschehen, die Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen und die Verbreitung der Virusmutationen berücksichtigen, heißt es aus Düsseldorf.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am 19. März 2021 in einer Aktuellen Stunde im Landtag