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Krankenhäuser protestieren gegen neues Gesetz
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Krankenhäuser protestieren gegen neues Gesetz

Die Krankenhäuser im RSG-Land protestieren gemeinsam gegen ein Reformgesetz, das CDU und SPD gemeinsam im Bundestag beschlossen haben. Demnach müssen sie jetzt 300 Euro Strafe für jeden Patienten zahlen, der aus Sicht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen zulange in der Klinik bleibt. Beim Kplus-Verbund, zu dem unter anderem die Solinger St. Lukas-Klinik gehört, hält man das für unfair. Problem gerade bei älteren Patienten sei häufig, dass es keine Anschlussversorgung gäbe. Die Strafzahlung müsse zum Beispiel deshalb wegfallen, wenn nachweislich kein Pflegeplatz kurzfristig zu finden. Gemeinsam mit anderen Kliniken aus NRW fordert man jetzt auch in Zeitungsanzeigen die Politik, das so genannte MDK-Reformgesetz zu ändern.

Veröffentlicht: Freitag, 21.02.2020 13:59

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Eine ältere Dame stürzt schwer, muss ins Krankenhaus und nach der OP ist klar, sie kann so nicht wieder allein nach Hause, sondern braucht zumindest übergangsweise einen Pflegeplatz. Doch den gibt es so schnell nicht. Fälle wie diesen erlebt auch die Solinger St. Lukas Klinik häufiger. „Geht es nach dem Gesetzgeber, müssen wir die Dame vor die Türe setzen“, sagt Kplus Geschäftsführer Andreas Degelmann. Denn bleibt die Dame aus Sicht der Krankenkassen länger als nötig in der Klinik, müsste man sonst 300 Euro Strafe zahlen. Es können aber nicht sein, dass den Krankenhäusern der Schwarze Peter für die Pflegesituation zugeschoben wird. Deshalb fordern sie eine Korrektur des Gesetzes.

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