Kritik an Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht

Ab nächste Woche Dienstag müssen die Schüler im RSG-Land während des Unterrichts keine Maske mehr tragen, auf den Fluren aber zum Beispiel schon. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten gestern verkündet. Elke Mosebach, Rektorin der Geschwister Scholl Schule in Solingen findet die Lockerung zu früh. Seit zwei Wochen müssen die Schüler Masken im Unterricht tragen und haben sich daran mittlerweile auch gewöhnt, sagt die Rektorin. Warum nicht noch einen Monat draufhängen? Aktuell sei die Schule noch immer im "Teil-Lockdown", wegen eines Coronafalls vor zwei Wochen. Das möchte keine Schule, versichert Mosebach. Erstens wolle man die Schüler nicht gefährden und zweitens wäre das unglaublich viel organisatorische Arbeit. Warum man die Maskenpflicht nicht einen weiteren Monat gelassen hat, um dann neu abzuwägen, versteht Mosebach nicht. Und auch der Leiter des Remscheider Krisenstabs, Thomas Neuhaus, sagt: Es ist wenig zielführend, eine Maskenpflicht zu verordnen, um sie dann kurze Zeit später wieder einzukassieren. Das macht wenig Vertrauen bei den jungen Leuten.

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