
Kritik an NRW-Sonderweg zur Schulöffnung
Am geplanten Sonderweg des Landes NRW bei der Schulöffnung gibt es Kritik. Generell sollen die Schulen bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Für Abschlussklassen sollen sie aber nach den Osterferien wieder öffnen. Remscheids Schuldezernent Thomas Neuhaus fühlt sich davon überrumpelt und weiß noch nicht, wie das umgesetzt werden soll. Dass die Bundeskanzlerin erst den 4. Mai als Starttermin nennt und kurz danach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seinen Sonderweg für Abschlussklassen bekannt gibt, sei verwirrend. Neuhaus fragt sich, wie genau sich das Land die Wiederaufnahme des Schulbetriebs vorstellt. Bisher wisse die Stadt nur, dass sie in den Schulen Flächen desinfizieren und für genügend Seife und Handtücher sorgen müsse. Wie aber konkret der Unterricht während der Corona-Krise gestaltet werden soll, sei noch völlig unklar.
Neuhaus hofft, dass bald ein konkretes Konzept vorgelegt wird. Der Corona-Krisenstab der Stadt Remscheid will heute Vormittag über die neuen Entwicklungen beraten.
Die Öffnung der Schule soll in NRW gestaffelt stattfinden: Ab der kommenden Woche sollen zunächst nur Abschlussklassen zur Schule gehen dürfen. Ab dem 4. Mai sollen die Schüler dazukommen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen haben, außerdem die 4. Klassen von Grundschulen. Erst danach dürfen alle anderen wieder zur Schule.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2020 05:21