Kurz vor Bundestagswahl: Klimastreik in über 80 NRW-Orten

Fridays For Future rufen zu einem Globalen Klimastreik auf. Am 24. September werden in über 450 Orten bundesweit, in über 80 allein davon in NRW, jung und alt auf die Straßen gehen um für einen stärkeren Klimaschutz zu demonstrieren. Hier gibt's die wichtigsten Infos und einen Überblick, wo überall gestreikt wird.

© Fridays For Future Deutschland (2019)

Es ist wieder soweit: Fridays For Future gehen auf die Straßen Deutschlands um für den Klimaschutz einzustehen. Die weltweite Klimabewegung ruft zum Globalen Klimastreik am 24. September auf, nur zwei Tage vor der so wichtigen Bundestagswahl. Das Zeichen an die Politik ist klar: Der Klimaschutz beziehungsweise das Klima allgemein müssen eine viel gewichtigere Rolle in der kommenden Legislaturperiode spielen, sonst verspiele man noch mehr als ohnehin schon.

Unter dem Hashtag #AlleFürsKlima mobilisieren die Verantwortlichen, unter anderem die bekannte Aktivistin Luisa Neubauer, für den 24. September. Derzeit sind über 450 Streiks, Demonstrationen oder Veranstaltungen angemeldet. Davon rund 85 in Nordrhein-Westfalen, vor allem in den Ballungsgebieten und Städten - vereinzelt auch in ländlichen Regionen.

Alle Streikorte in der Übersicht

Welche Bahnen dieser Klimastreik zieht, lässt sich daran erkennen, dass Greta Thunberg, die dieser Bewegung schon früh Inspirationen schenkte, in Berlin auf einer der größten Fridays-For-Future-Veranstaltungen anwesend sein wird und als Aktivistin sprechen wird. Im Vorfeld betonte sie schon: "Wir sind keine Lobbyisten für die Grünen. Denn: Für die Aktivistinnen und Aktivisten sei klar, dass keine der großen Parteien die Klimakrise "wie einen Notfall" behandele. Thunberg selbst streikt seit vielen Jahren für besseren Klimaschutz und erhielt in ihrem jungen Leben (18 Jahre) schon diverse Auszeichnungen - unter anderem den "Person Of The Year"-Award des renommierten Time-Magazins.

Insgesamt haben sich Angaben zufolge 200 Organisationen - Kirchen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) darunter - dem Globalen Klimastreik angeschlossen, sowie über 4000 Unternehmen weltweit. Sie alle fordern das Einhalten des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015, damit die Erderwärmung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gebremst werden kann. Einen Kohleausstieg Deutschlands könne für sie nicht früh genug beginnen.

Text: Joachim Schultheis

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