
KZ Kemna soll Gedenkort werden - Remscheid macht mit
Die Stadt Remscheid will sich aktiv am Projekt „Lern- und Gedenkort Kemna“ beteiligen. Das Gelände gehört dem Kirchenkreis Wuppertal: Gemeinsam soll das Projekt jetzt aktiv bestritten werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 20.06.2023 06:33
Seit vier Jahren gehört das ehemalige Konzentrationslager an der Beyenburger Straße dem evangelischen Kirchenkreis Wuppertal. Neben dem eigenen Archiv soll auf dem Gelände ein Gedenk- und Lernort entstehen. Erste Schritte in diese Richtung sind schon erfolgt, man wünscht sich aber auch die Zusammenarbeit mit den bergischen Städten der Umgebung. Im Remscheider Stadtrat hat sich die Politik am Abend (19.06.) einstimmig für eine Unterstützung des Projektes ausgesprochen - wie diese aussehen kann, soll jetzt besprochen werden.
Zum einen soll es als neuer Standort für das Archiv genutzt werden, zum anderen ist ein Gedenk- und Lernort geplant, um vor allem das Interesse von jungen Menschen für das ehemalige Konzentrationslager zu wecken.
Das Konzentrationslager Kemna in Wuppertal
Von Juli 1933 bis Januar 1934 bestand das Wuppertaler Konzentrationslager Kemna, in die vorwiegend politischen Flüchtlinge inhaftiert waren. In der ehemaligen Putzwollfabrik an der Beyenburger Straße herrschten dabei verheerende hygienische Zustände.