
Mehrere Brücken und Straßen bleiben gesperrt
Weiterhin "Einfahrverbot" in Unterburg. Auch Morsbachtalstraße bleibt gesperrt. Außerdem hat das Hochwasser mehrere Brücken beschädigt-
Veröffentlicht: Dienstag, 20.07.2021 04:58
Einige Bereiche im RSG-Land bleiben nach dem Hochwasser wohl für längere Zeit gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Etwa die Eschbachstraße in Unterburg oder die Morsbachtalstraße in Remscheid. In den kommenden Tagen werden insbesondere in Solingen auch einige Brücken noch genauer überprüft, sagt die Stadt.
Die Brücke Wupperhof am Odentaler Weg bleibt bis auf weiteres gesperrt. Laut der Stadt Solingen ist unklar, ob die Brücke möglicherweise durch Treibgut verschoben wurde. StraßenNRW hätte jedenfalls eine Sonderprüfung angeordnet. Auch die „Juckelbrücke“ zwischen Aufderhöhe und Leichlingen ist noch gesperrt, hier wurde das Geländer stark beschädigt. Gute Nachrichten gibt es von der Brücke über den Nacker Bach an der Wipperaue: Sie soll im Laufe der Woche zumindest eingeschränkt wieder freigegeben werden.
Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser im RSG-Land gehen weiter und kommen im stark betroffenen Unterburg auch voran. „Wer Unterburg unmittelbar nach der Flut gesehen hat, hätte nicht für möglich gehalten, wie schnell der Stadtteil wieder in Gang kommt“, sagt der Solinger Feuerwehr-Chef Ottmar Müller. Aktuell seien die Technischen Betriebe dabei Sperrgut und Schutt abzuholen und die Straßen von Schlammresten zu befreien. Strom, Gas und Wasser hatten die Stadtwerke bereits am Samstag wieder in Unterburg angeschlossen. Dennoch bleibt der Stadtteil weiterhin gesperrt, da immer noch etliche Einsatzfahrzeuge vor Ort sind, sagt die Stadt. Das Einfahrverbot gelte auch für Handwerksbetriebe. Einzige Ausnahme sind Elektroinstallateure.
Die Morsbachtalstraße in Remscheid ist weiterhin zwischen Müngsten und Gerstau komplett gesperrt. Darauf weist Straßen NRW noch mal sehr deutlich hin. Den Bereich zu befahren sei gefährlich, auf keinen Fall sollte man die Absperrungen ignorieren. Wohnhäuser im Bereich Gerstau sind für Anwohner von der anderen Seite aus bis Bärenkuhle erreichbar. Wie groß die Schäden sind und vor allem wann sie repariert werden können, kann Straßen NRW nicht genau sagen. Man habe nach dem Hochwasser landesweit an etlichen Stellen zu tun.
Gesperrte Straßen und Brücken
Die Wupperbrücke Friedrichsaue ist befahrbar, das Geländer wurde durch Treibgut nur leicht beschädigt. Die Brücke Untenrüden (Fähr) ist unbeschädigt, aber stark verschmutzt. Für Fahrzeuge ist sie gesperrt, Fußgänger können passieren. Die Straße Untenrüden ist jedoch zurzeit noch gesperrt. Verschmutzt, aber nicht beschädigt, ist die Brücke an der Nöhrenhauser Straße über den Nacker Bach. Schwer getroffen hat es die Fußgängerbrücke am Obenrüdener Kotten: Sie ist komplett weggerissen worden.
Weiterhin gesperrt ist die Wipperauer Straße im Übergang zur Leichlinger Straße. Hier werden noch Bäume entfernt und die Fahrbahn ist noch stark verschmutzt, sagt die Stadt. Auch der Nacker Weg und der Hohlenpuhler Weg sind noch nicht frei, ebenso die Untenrüdener Straße. Beim Aufräumen habe aktuell die Erreichbarkeit von Rüden Vorrang.
Mehr zu Sperrungen und Verkehrsbeeinträchtigungen nach dem Hochwasser
Fortschritt und Ausblick
Allein am Samstag hat der TBS eine Sperrgutmenge aus Unterburg abgeholt, die zehn Prozent der Jahresmenge an Sperrgut in ganz Solingen entspricht. Etwa genau so viel, schätzt Teilbetriebsleiter Wulf Riedel, werde noch einmal zu entsorgen sein.
Von den rund 700 Einwohner:innen des Stadtteils, die evakuiert werden mussten, hatte die Stadt etwa 200 in Hotels und Notunterkünften einquartiert. Etwa die Hälfte davon konnte die Unterkünfte inzwischen schon wieder verlassen.
Die Infohotline zum Hochwasser (0202 / 563-2000) und das Koordinierungstelefon der Hochwasserhilfe (0212 / 1491 2230) bleiben weiter im Betrieb.