
Mögliche Gruppenvergewaltigung in Solingen: die Hintergründe
Wegen einer möglichen Gruppenvergewaltigung in Solingen haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei heute Morgen mehrere Wohnungen durchsucht.
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Jetzt geben Staatsanwaltschaft und Polizei die Hintergründe bekannt. Eine 16-jährige soll in Solingen von fünf jungen Männern sexuell missbraucht worden sein. Das Sexualdelikt soll sich im Januar letzten Jahres zugetragen haben. Die Mutter des Mädchens hatte zusammen mit ihrer Tochter im Mai Anzeige erstattet. Daraufhin wurde die Wohnung eines 17-jährigen Beschuldigten durchsucht. Die Auswertung des dabei beschlagnahmten Handys habe den Tatvorwurf bestätigt, das Mädchen hatte angegeben, dass die Tat gefilmt worden war. Deshalb seien auch Durchsuchungsbeschlüsse für die vier mutmaßlichen Mittäter erwirkt worden, die heute Morgen zum Teil durch Spezialkräfte vollstreckt wurden - es wurden auch Waffen sichergestellt. Zwei der Beschuldigten hätten bereits nach der Durchsuchung der ersten Wohnung eine Anzeige gegen das Mädchen wegen falscher Verdächtigungen erstattet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wolf-Tilman Baumert. Das erste ausgewertete Handy habe kein Tatvideo enthalten, aber einen auffälligen Chatwechsel. Die Ermittlungen laufen. Im Falle einer Verurteilung drohen den jugendlichen mutmaßlichen Tätern im Alter von 16 bis 18 Jahren empfindliche Jugendstrafen, so die Staatsanwaltschaft.