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Nach Dauerregen: Gestiegene Pegel, aber keine akute Gefahr
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Nach Dauerregen: Gestiegene Pegel, aber keine akute Gefahr

Durch den Dauerregen steigen die Pegel der Wupper und ihrer Nebenbäche. Erste Grenzwerte wurden zwar erreicht, Überschwemmungen blieben aber aus. Auch Sturmtief Roxana sorgte kaum für Einsätze.

Veröffentlicht: Sonntag, 06.02.2022 16:37

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Der Dauerregen am Sonntag hat auch an der Wupper und den kleineren Bächen im RSG-Land für steigende Pegel gesorgt. Befürchtete Überschwemmungen blieben aber aus. Laut Wupperverband habe es auch noch genug Stauraum in den Talsperren gegeben.

In Solingen Unterburg erreichte der Pegelstand zwar gestern Nachmittag und Abend nochmal den ersten Grenzwert für die Hochwasserwarnung, stieg dann aber nicht weiter darüber hinaus. Seit der Nacht fallen die Pegelstände auch wieder.

Rein vorsorglich hatte die Feuerwehr bereits am Samstagabend den Parkplatz an der Wupperinsel gesperrt. Schon gegen Nachmittag konnte man vorsichtig Entwarnung geben. In Remscheid kontrollierte die Feuerwehr tagsüber rund 30 Gefahrenstellen an Abläufen und Gewässern. Aber auch hier konnte man trotz erhöhter Wasserstände keine akute Gefahr feststellen.

Neben dem Regen fegten auch teils stürmische Böen mit Sturmgeschwindigkeiten um die 70 km/h übers RSG-Land hinweg. Für Einsätze sorgte das aber kaum. In Remscheid zählte die Feuerwehr bis zum Abend lediglich sechs Sturmeinsätze. Den größten Schaden richtete eine rund 20 Meter lange Buche an, die in der Dowidatsiedlung auf ein geparktes Auto stürzte. Verletzt wurde dabei niemand. (Update Montag, 6 Uhr)

Radio RSG hat die Entwicklung am Wochenende hier auch online begleitet.

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Pegelstände erhöht, aber relativ konstant

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Gegen 16.30 Uhr am Nachmittag hatte der Wupper-Pegel in Unterburg kurzzeitig den ersten Warnwert von 2,55 Meter erreicht, war danach aber zunächst wieder bis auf 2,30 Meter abgesunken. Gegen 21 Uhr verzeichnete der Wupperverband allerdings wieder leicht ansteigende Pegelstände und gegen 22 Uhr wurden erneut die 2,50 Meter knapp überschritten. Dabei blieb es dann jedoch, weitere Entspannung deutet sich an.

Der Regen zieht inzwischen allmählich ab. An einzelnen Messstationen des Wupperverbands wurden bislang bis zu 45 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, meldet der Wupperverband. Weitere 15 Liter sind bis zum Morgen noch zu erwarten.

Akute Gefahren durch die erhöhten Wasserstände wurden bislang aber nicht festgestellt. Das meldet auch die Remscheider Feuerwehr. Sie hatte im Laufe des Tages insgesamt 26 Stellen die Abläufe, Brücken und Engstellen von Gewässern kontrolliert. (Update Sonntag, 21.15 Uhr)

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Hoffnung auf Entspannung in Unterburg

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An der gesperrten Wupperinsel in Unterburg ist nach den anhaltend starken Regenfällen am Sonntagnachmittag zwar der erste Schwellenwert von 2,55 Metern erreicht worden. Akute Überflutungsgefahr sieht die Feuerwehr aber nicht: Vielmehr sei im Laufe des Abends damit zu rechnen, dass sich die Lage entspannt, wenn der Regen nachlässt. (Update Sonntag, 17.30 Uhr)

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Aktuelle Prognosen

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Der Deutsche Wetterdienst geht in seinen Vorhersagen aktuell davon aus, dass der Regen den ganzen Tag anhält und erst gegen Abend wieder abklingt. Der Wetterdienst erwartet Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter. Der Wupperverband rechnet in seiner Situationsanalyse am Sonntagmorgen weiterhin davon aus, dass es in Teilbereichen zu Überschwemmungen kommen kann. Der Verband hat seine Bereitschaftsdienste aktiviert und appelliert an die Menschen, die an der Wupper und den Nebenbächen leben, die Situation zu beobachten.

Dazu erwartet der DWD ab dem Vormittag starke Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 75 km/h, in der Spitze auch bis 85 km/h. (Update Sonntag, 8 Uhr)

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Wupperinsel in Unterburg wird vorsorglich gesperrt

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Die Wupperinsel in Unterburg wird am Samstagabend (ca. 19 Uhr) bereits vorsorglich gesperrt. Darüber hat uns die Leitstelle der Solinger Feuerwehr soeben informiert. Derzeit werden bereits Hinweisschilder aufgestellt. Sollten die Pegelstände im Laufe der Nacht bereits bestimmte Warngrenzen überschreiten, werden auch Sandsäcke nach Unterburg gebracht und dort deponiert. Gleich gegen 17 Uhr wird für das Stadtgebiet Solingen auch die Warn App NINA mit entsprechenden Hinweisen aktiviert. (Samstag, 16.30 Uhr)

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Hochwasser möglich: Feuerwehr und Wupperverband bereiten sich vor

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Der Sonntag wird ungemütlich und nass: Kräftige Böen und Dauerregen sind angekündigt. Auf Basis der aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes erwartet der Wupperverband (Stand Samstagvormittag) im Laufe des Wochenendes Niederschlagsmengen bis zu 60 Liter pro Quadratmeter. Das kann entlang der Wupper und vor allem an den kleineren Nebenbächen dazu führen, dass Wasser über die Ufer tritt.

„Das ist kein Vergleich zur Hochwassersituation im Juli“, sagt Meteorologe David Bötzel vom Deutschen Wetterdienst. Dennoch sind alle Beteiligten nach den Ereignissen im Sommer natürlich besonders sensibilisiert. Der Wupperverband betont am Samstagmittag: „In den Talsperren ist noch genug Stauraum frei.“ Vorsorglich werde man aber etwas mehr Wasser als normal aus den Talsperren abfließen lassen, um zusätzlich Puffer für die erwarteten Regenmengen zu schaffen.

Aktuelle Situationsberichte gibt es hier im Hochwasserschutz-Portal des Wupperverbands und sowie beim Hochwasser-Meldedienst des Landes NRW.

Der Wupperverband empfiehlt allen, die an der Wupper und den Nebengewässern wohnen, besonders vorsichtig zu sein und auf die eigene Sicherheit zu achten: „Kellerräume oder tiefergelegene Bereiche, z. B. Unterführungen, sollen im Falle eines Hochwassers nicht betreten werden.“

Die Feuerwehrleitstellen für Solingen und Remscheid bleiben mit dem Wupperverband in Kontakt. Sollten tatsächlich kritische Grenzwerte überschritten werden, werde man umgehend reagieren, heißt es aus Solingen. Remscheider Feuerwehr und Umweltamt wollen, wenn sich die Vorhersagen bestätigen, mögliche „Hotspots“ an Brücken und Auenlagen durch Kontrollfahrten im Blick behalten.

Der Dauerregen soll laut aktueller Vorhersage erst zum Sonntagabend allmählich nachlassen.

Radio RSG informiert hier und im Programm aktuell über die weitere Entwicklung.

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