Neuregelung der Notbetreuung

Die Notbetreuung in Kitas und Schulen für Kinder, deren Eltern in kritischer Infrastruktur arbeiten, wird ausgeweitet. Es reicht, wenn ein Elternteil einen entsprechenden Nachweis vorlegen kann.

Ab kommenden Montag (23. März) gilt eine Neuregelung, welche Familien die Notbetreuung in Kitas und Schulen (Klasse 1 bis 6) in Anspruch nehmen können. Um die Aufrechterhaltung der so genannten "kritischen Infrastruktur" sicherzustellen, hat die Landesregierung entschieden, dass alle, die in einem der definierten Bereiche tätig und dort nachweislich unabkömmlich sind, ihr Kind in eine der Notgruppen schicken können, wenn sie keine angemessene Betreuungsalternative haben. Das Land erinnert dabei an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, wonach keine Personen ab 60 Jahren (Großeltern etc.) für die Betreuung eingespannt werden sollten.

Es reicht damit, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt wird, es müssen also nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden. Auch Kinder von Schlüsselpersonen, die bislang noch keinen Betreuungsvertrag in Kita oder Tagespflege haben, können nach Vorgabe des Landes in die Betreuung aufgenommen werden.

Weitere Neuerung: Die Notbetreuung in den Schulen soll NRW-weit auch auf die Wochenenden (Samstag/Sonntag) und die Osterferien (außer Karfreitag und Ostermontag) ausgeweitet werden.

Das Land NRW hat die Kommunen am Freitagabend (20. März) über die Neuregelung informiert.

Wer hat Anspruch auf die Notbetreuung?

Eltern können ihr Kind betreuen lassen, wenn sie in einem der folgenden Bereiche arbeiten:

  • Energie (Strom, Gas, Kraftstoffversorgung – inklusive Logistik, insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Wasser, Entsorgung (Hoheitliche und privatrechtliche Wasserversorgung, insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel - inklusive Zulieferung, Logistik)
  • Informationstechnik und Telekommunikation (insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Gesundheit (insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore)
  • Finanz- und Wirtschaftswesen (insbesondere Kreditversorgung der Unternehmen, Bargeldversorgung, Sozialtransfers / Personal der Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes – insbesondere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes)
  • Transport und Verkehr (insbesondere Betrieb für kritische Infrastrukturen, öffentlicher Personennah- und Personenfern- und Güterverkehr / Personal der Deutschen Bahn und Nicht bundeseigenen Eisenbahnen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes / Personal zur Aufrechterhaltung des Flug- und Schiffsverkehrs)
  • Medien (insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko-und Krisenkommunikation)
  • Staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune) Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justizvollzug, Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, Asyl- und Flüchtlingswesen einschließlich Abschiebungshaft, Verfassungsschutz, aufsichtliche Aufgaben sowie Hochschulen und sonstige wissenschaftlichen Einrichtungen, soweit sie für den Betrieb von sicherheitsrelevanten Einrichtungen oder unverzichtbaren Aufgaben zuständig sind / Gesetzgebung/Parlament
  • Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe (Sicherstellung notwendiger Betreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung)

So wird es in REMSCHEID umgesetzt

Eltern, die in einem der oben genannten Bereichen arbeiten, lassen sich dies von ihrem Arbeitgeber bescheinigen. Den notwendigen Vordruck findet Ihr unten. Mit Vorlage der Arbeitgeberbescheinigung können die Kinder, die bereits einen Platz in Kita oder Tagespflege haben, in ihrer gewohnten Einrichtung betreut werden. Pro Gruppe sollen aber nicht mehr als 5 Kinder betreut werden.

Die Stadt Remscheid hat dazu veranlasst, dass ab 23. März alle städtischen Kindertageseinrichtungen mit ausreichend Personal ausgestattet werden, um eine noch nicht bekannte Anzahl an Kindern betreuen zu können. Die Kindertageseinrichtungen der freien Träger wird der Fachdienst Jugend noch am Wochenende entsprechend informieren.

Eltern, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten, aber bislang noch keinen Betreuungsvertrag für ihr Kind hatten, melden sich telefonisch oder per Mail in einer der folgenden städtischen Kindertageseinrichtungen:

  • Alt-Remscheid: KTEKoenigstrasse@remscheid.de; Tel.: 02191/76132,
  • Remscheid Süd: KTEDickeEiche@remscheid.de; Tel.: 02191/38469,
  • Lennep/Lüttringhausen: KTEHasenberg@remscheid.de; Tel.: 02191/663893.

Für Rückfragen zur Notbetreuung steht der Remscheider Fachdienst Jugend unter diesen Rufnummern und E-Mail-Kontakten zur Verfügung:

02191/16-2596 oder Peter.Nowack@remscheid.de,

02191/16-2893 oder Kerstin.Biedebach@remscheid.de,

02191/16-2807 oder Reiner.Kernbach@remscheid.de.

So wird es in SOLINGEN umgesetzt

Auch die Stadt Solingen hat umgehend reagiert und ensprechende Regelungen für die Kitas veranlasst, die ab Montag, 23. März, umd zunächst bis Sonntag, 19. April 2020. gelten sollen. Wer Fragen dazu hat, kann sich die entsprechende Hotline wenden: 0212 290-5353

Die Hotline ist auch an diesem Sonntag (22. März) von 13 bis 15 Uhr besetzt, danach montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie feitags von 8 bis 13 Uhr

Zur Entlastung des Telefondienstes könnt Ihr Fragen aber auch per E-Mail schicken an: kinderbetreuung@solingen.de

Weitere Infos und Vordrucke hat die Stadt Solingen auch ausführlich auf Ihrer Internetseite aufbereitet HIER KLICKEN (externer Link)

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