Offene Sonntage im Advent: Städte reagieren zurückhaltend

Die Stadt Remscheid wird ihre Geschäfte an sämtlichen Adventssonntagen im Dezember nicht öffnen. Das sagt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke im RSG-Gespräch. Und das obwohl das Land gestern angekündigt hat, dass Geschäfte in der Adventszeit sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen. Es werde, wie geplant, einen verkaufsoffenen Sonntag am 29. November geben. An allen anderen Sonntagen sollen die Geschäfte aber geschlossen bleiben, sagt Reul-Nocke. Der Einzelhandel ist darüber enttäuscht. Klaus Kreutzer, Vertreter des Handelsvebands begrüßt den Erlass des Landes und sagt: Dass Remscheid von der Maßnahme keinen Gebrauch machen will, ist enttäuschend. Denn anders als bei einem verkaufsoffenen Sonntag geht es darum, das Gedränge im Weihnachtsgeschäft zu entzerren und somit Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Kreutzer sagt, er wolle mit der Stadt Remscheid nochmal ins Gespräch kommen. Die Stadt Solingen hat sich gestern noch nicht dazu geäußert, ob und wie man die Sonntagsöffnung umsetzen wird.

Die Geschäfte in NRW dürfen theoretisch an allen vier Adventssonntagen und am 3. Januar öffnen. So soll das Gedränge in Fußgängerzonen und Einkaufszentren an den Adventssamstagen entzerrt werden. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte zuletzt mehrere verkaufsoffene Sonntage in NRW gekippt. Die Gewerkschaft Verdi hat noch offengelassen, ob sie gegen die neue Regelung klagen wird.

© Kristina Malis

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