
OGS-Ausbau: Geld und Räumlichkeiten fehlen
Die Stadt Solingen steht vor einer schwierigen Aufgabe. Das sagt Oliver Vogt, Stadtdienstleiter der Schulverwaltung in Solingen, mit Blick auf den OGS-Ausbau in den kommenden Jahren. Ab 2026 haben Grundschüler einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Das gilt zunächst für die Erstklässler, danach für die weiteren Jahrgänge. In Solingen müssen die Gruppen bis 2029 also nahezu verdoppelt werden.
Veröffentlicht: Montag, 13.12.2021 05:15
Momentan haben in Solingen gerade mal 43% aller Grundschulkinder einen OGS-Platz. Nach 2029 soll ein freiwilliges Angebot für etwa 6.000 Kinder in Solingen gegeben sein. Die Förderung des Landes reiche dafür nicht aus, so Vogt. Pro Kind ist eine Förderung von 4.000 Euro angekündigt. Das sei viel zu wenig, so der Stadtdienstleiter. Die zusätzlichen Kosten würden die Stadt sehr belasten. Die Haushaltslage der Stadt sei auch ohne den OGS-Ausbau schwierig. Aber nicht nur die Kosten sind ein großes Problem, so Vogt. Im Moment habe man gar nicht genug Räumlichkeiten für den Ausbau. Man müsse nun schauen, inwieweit Klassenräume multifunktional genutzt werden können. Außerdem müsse geklärt werden, welche Schulen man bautechnisch erweitern kann und welche Mensen und Küchen vergrößert werden müssen, damit das Mittagessenangebot für eine hundertprozentige Auslastung reicht. Außerdem steht die große Frage im Raum, ob und wohin man bestimmte Schulen während der Umbaumaßnahmen auslagern wird. Hier habe man auch ohne den OGS-Ausbau bereits kaum Ausweichmöglichkeiten.