
Petition gegen K-Plus Krankenhaus-Schließungen
Die Menschen aus Hilden, Solingen und Haan fordern jetzt, dass die Krankenhäuser der K-Plus Gruppe an gleich drei Standorten zurück genommen wird. Mehr als 30.000 Unterschriften sind bereits da.
Veröffentlicht: Freitag, 06.10.2023 03:58
Auf change.org ist eine Petition ins Leben gerufen worden, 35.000 Unterschriften wollen die Petenten erreichen (aktuelles Ziel), mehr als 30.000 Unterschriften sind bereits zusammen gekommen.
"Es ist unfassbar, dass drei Krankenhäuser gleichzeitig schließen, wer versorgt die Patienten?" - Viele der Kommentare drehen sich um die große Sorge, vielleicht auch Angst, vor einer medizinischen Unterversorgung in Solingen, Haan und Hilden. Dass die Gesundheit dem Gewinn untergeordnet werde, sei einfach kein Zustand. Manche Unterzeichner geben an, dass sie als Mitarbeiter selbst von der Schließung betroffen sind - Durch den Verlust der Neurologie und jetzt auch der Geriatrie Patienten habe sich die K-Plus Gruppe aus finanziellen Gründen für die Schließung der Standorte entschieden. 1.500 Mitarbeiter und 500 Azubis verlieren dadurch ihre Anstellung.
Der Hintergrund
Auch wenn die Krankenhaus-Standorte der Kplus Gruppe in Solingen, Haan und Hilden schließen, sieht NRW Gesundheitsministerium die medizinische Notfallversorgung in der Region nicht gefährdet.
Die Pläne der Kplus Gruppe die Geriatrie aus Solingen nach Hilden zu verlegen seien damit nicht vereinbar, da es sich um zwei unterschiedliche Regionen handelt. Auch wirtschaftliche Faktoren würden bei Entscheidungen mit einbezogen - die Verantwortung liege am Ende jedoch bei den Trägern. Wenn die Lukasklinik schließt, würden die dortigen Geriatriepatienten an das städtische Klinikum gehen - zu Unterstützung wolle man aber auch die Geriatrie in Langenfeld und Velbert stärken. Allgemein bewertet das MAGS die Krankenhausdichte in der Region gut - 90 Prozent der Einwohnenden würden im Notfall in 20 Minuten die nächste Klinik erreichen. Auch nach Wegfall der Kplus-Standorte.
Bereits Anfang September wurde angekündigt, dass die neurologische Abteilung von der Ohligser St.Lukas Klinik ans städtische Klinikum Solingen abwandert. Die insolvente Kplus-Gruppe hatte in den Gesprächen zunächst abgewiegelt - der Weg für die Patienten zu den Standorten Hilden und Haan sei nicht weit. Doch daraus wird nun nichts. Grund für die Schließungen ist eine überraschende Entscheidung vom NRW Gesundheitsministerum: das hat laut Kplus verhindert, dass die Geriatrie von der St. Lukas Klinik in Solingen nach Hilden verlegt wird. Nach dem Verlust der Neurologie könne man diesen weiteren Schlag nicht finanziell kompensieren. Die Inklusionsgesellschaft "Genesis" versuche man aber durch externe Neukunden zu stabilisieren - dort sind weitere 170 Mitarbeiter beschäftigt.