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Prozess: Erhoffte Penisvergrößerung endet tödlich
© Tim Oelbermann/Radio RSG
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Prozess: Erhoffte Penisvergrößerung endet tödlich

Weil er einem Mann Silikonöl in den Penis und in die Hoden gespritzt haben soll, steht ein Solinger ab heute vor Gericht. Sein Patient ist inzwischen gestorben.

Veröffentlicht: Freitag, 07.07.2023 03:48

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Vor dem Wuppertaler Landgericht beginnt heute der Prozess gegen einen 46-jährigen Solinger, der sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge, sowie Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz verantworten muss. Ihm wird vorgeworfen 2019 ohne entsprechende Qualifikation einem zur Tatzeit 32-jährigen Mann Silikon-Öl in den Penis und die Hoden injeziert zu haben. Der Mann soll mit der Behandlung mit Silikon-Öl einverstanden gewesen sein und einen Haftungsausschluss unterschrieben haben. In Folge der Injektion erlitt der damals 32-jährige eine Blutvergiftung, die zum Multiorganversagen und 7 Monate nach der Injektion zum Tod führte. Dem Angeklagten soll bewusst gewesen sein, dass er nicht berechtigt war die Behandlung durchzuführen und welche Gesundheitsrisiken bestehen. Der Fall war zunächst vor dem Solinger Amtsgericht gelandet, dort entstand der Verdacht, dass er sich auch einer Körperverletzung mit Todesfolge strafbar gemacht haben könnte. Deshalb kommt der Fall jetzt vor das Landgericht Wuppertal. Das Urteil soll im August fallen.

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