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Regenbogenflagge am Solinger Rathaus
© Büro Sven Wolf (SPD-Landtagsabgeordneter der Städte Remscheid und Radevormwald)
Regenbogenflagge vor dem Remscheider Rathaus
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Regenbogenflagge am Solinger Rathaus

Als Zeichen für Toleranz und Vielfalt wird heute auch vor dem Solinger Rathaus eine Regenbogenflagge gehisst. Vergangene Woche waren NRW-weit solche Flaggen gehisst worden - Anlass war das EM-Spiel von Deutschland gegen Ungarn. Die Stadt Solingen hat jedoch einen anderen Anlass gewählt.

Veröffentlicht: Montag, 28.06.2021 03:45

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In Remscheid und Wuppertal hingen bereits vergangene Woche Regenbogenflaggen vor den Rathäusern - als Protest gegen die UEFA. Die Stadt Solingen hisst die Flagge mit etwas Verspätung am Rathaus, weil sie den Christopher-Street-Day zum Anlass nimmt. Am 28. Juni 1969 wurde eine Schwulen-Bar in der Christopher Street in New York brutal von der Polizei gestürmt - das war die Geburtsstunde der "Pride" Bewegung und des friedlichen Protestes für Gleichbereichtigung. Die Regenbogenflagge steht seitdem als Symbol für Toleranz und Vielfalt. "Solingen ist bunt", sagt Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Das schließe auch die sexuelle Orientierung ein.

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Hintergrund

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Seinen Ursprung hat der CSD in den USA. Die Schwulen-Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street in Manhattan / NYC wurde am Vorabend des 28. Juni 1969 von Polizisten gestürmt. Razzien wie diese waren damals keine Seltenheit. Im jenem Jahr aber wehrten sich die Homosexuellen erstmals, und es kam zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Die Aufstände dauerten mehrere Tage und führten zu einer Emanzipationsbewegung gleichgeschlechtlich Liebender. Mit dem CSD wird heute noch an dieses Ereignis erinnert. Traditionell wird am Christopher Street Day die Regenbogenfahne geschwenkt. Sie symbolisiert das Selbstbewusstsein der Homosexuellen. Das Motiv der sechs Regenbogenfarben steht zudem weltweit für friedliche Toleranz.

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