
Rekordregen: Talsperren verhinderten schlimmeres
Die Regenfälle der vergangenen Tage waren extrem - das belegen jetzt auch die Zahlen des Wupperverbandes. An den Talsperren im Wuppergebiet ist so viel Wasser runtergekommen, wie üblicherweise in einem ganzen Monat. 140 Liter pro Quadratmeter - so viel Regen kam innerhalb von knapp 24 an der Bevertalsperre runter. Das entspricht circa einer Badewanne voll Wasser und ist rund ein Zehntel des Regens, der dort in einem Jahr fällt. Diese Mengen regen sind statistisch gesehen seltener als einmal in 1.000 Jahren. Die Auswirkungen dieses Extremwetters haben wir gesehen - der Wupperverband bestätigt: das ging deutlich über ein übliches Hochwasser hinaus und wurde seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Gebiet noch nie gemessen.
Die Talsperren im RSG-Land haben wohl schlimmere Überschwemmungen verhindert. Am Montag hatte der Wupperverband bereits Wasser aus den Talsperren abgelassen - zum Glück. Wie sich nun herausstellte konnte dadurch die Hochwasserwelle verlangsamt werden. Im Laufe des Donnerstags sind jedoch auch die abgelassenen Wassermengen wieder reingeregnet - die Folge: Die Talsperren waren voll und liefen über. Das Wasser konnte dann nicht mehr zurückgehalten werden und ist die Wupper gelaufen. Bis dahin konnten jedoch schon schlimmere Schäden verhindert werden und ein Teil der Regenmenge ist in den Talsperren zurückgehalten worden.
Veröffentlicht: Freitag, 16.07.2021 04:05